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Raus aus der Komfortzone!

Das Gesundheitswesen strebt nach Veränderungen. Der digitale Wandel, die Arbeitswelt 4.0 und kreative Ansätze für den Fachkräftemangel erfordern neue Maßstäbe im Management. Doch dabei gibt es einen ständigen Gegenspieler: die eigene Komfortzone.

Tanja Heiß, Leitung Marketing und Vertrieb bei der Lenus GmbH und stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Hashtag Gesundheit e.V.

Jeder braucht sie. Und jeder pflegt und hegt sie wie einen Schatz. Unsere Komfortzone ist wie ein Sicherheitsnetz. Sie gibt uns das Gefühl, dass wir in vertrautem Fahrwasser unterwegs sind und wir die Kontrolle über die Ereignisse haben. Je nach Situation ist es essenziell notwendig, dass die Führungskraft ihrem Team diese Komfortzone gibt und Sicherheit vermittelt. Ständige Unruhe und Angst am Arbeitsplatz führt unweigerlich zu schlechteren Arbeitsleistungen und - im schlimmsten Fall - irgendwann auch zur (inneren) Kündigung.

Mut zur Veränderung

Allerdings befinden sich deutsche Krankenhäuser bereits seit einigen Jahren in diesem unruhigen Fahrwasser. Zwischen Politik, Krankenkassen und einem Arbeitsmarkt, der täglich Kopfzerbrechen bereitet. Sicherheit ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch der komplett falsche Ansatz. Über den Zeitpunkt des Redens und Planens ist das Krankenhausmanagement längst hinaus. Mit beruhigenden Worten wie "das wird schon irgendwie", "bis dahin haben wir noch genug Zeit" oder "das haben wir schon immer so gemacht, das hat immer gut funktioniert" können die Probleme nicht gelöst werden. Nun ist die Zeit des Handelns gekommen. Doch dafür braucht es Mut. Mut, die Veränderung mit offenen Armen zu empfangen. Mut, Entscheidungen zu treffen und dafür die Verantwortung zu übernehmen. Mut, ins Risiko zu gehen. Und Mut, die eigene Komfortzone zu verlassen. Fragen Sie sich doch einmal selbst: Wann habe ich zuletzt meine persönliche Komfortzone verlassen? Und motivieren Sie Ihre Mitarbeiter ebenfalls regelmäßig dazu es Ihnen gleich zu tun? Die gute Nachricht ist nämlich: Wir erweitern unsere Komfortzone, indem wir sie immer wieder verlassen.

Das Umfeld ist entscheidend

Gewiss haben Sie schon einmal den Satz gehört: "Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst." Entscheidend für die Veränderung und das Verlassen der Komfortzone ist also das Umfeld. Nicht nur das persönliche, sondern vor allem auch das berufliche Umfeld. Bieten Sie Ihren Mitarbeitern daher auch immer wieder ein innovatives Umfeld, Möglichkeiten sich mit Verbesserungsvorschlägen im Krankenhaus einzubringen und sich durch regelmäßige Fortbildung weiterzuentwickeln. Und gönnen Sie sich selbst mindestens drei Weiterbildungen im Jahr, in denen Sie sich neues Knowhow und wichtige Impulse fürs Management holen.

Damit neue Ideen und Ansätze auch erfolgreich sind, ist allerdings eines entscheidend: Wir müssen innerhalb von 72 Stunden ins Handeln kommen. Danach sinkt die Wahrscheinlichkeit unter 1%, dass wir es überhaupt umsetzen.

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