
Der Berliner Senat hat den aktuellen Bericht über Maßnahmen und Vorhaben der Initiative „Pflege 4.0 – Made in Berlin“ verabschiedet. Die Vorlage der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Dr. Ina Czyborra, zeigt: Das Landeskompetenzzentrum Pflege 4.0 habe im Jahr 2025 maßgebliche Impulse zur digitalen Transformation der Pflege gesetzt.
Als landesgeförderte Einrichtung unterstützt das Landeskompetenzzentrum Pflegeeinrichtungen, pflegebedürftige Menschen und Angehörige beim Einsatz digitaler Technologien. Ziel ist es, digitale Lösungen alltagstauglich, sicher und bedarfsgerecht in die Versorgung zu integrieren.
Senatorin Czyborra betont die bundesweite Vorreiterrolle der Hauptstadt: „Berlin hat mit dem Landeskompetenzzentrum Pflege 4.0 eine wegweisende Struktur geschaffen, die die Digitalisierung der Pflege aktiv mitgestaltet.“ Sie sei der Schlüssel für moderne Arbeitsprozesse und eine zukunftssichere, hochwertige Versorgung.“
Berlin im oberen Bundesdrittel
Ein Schwerpunkt im Jahr 2025 war die Unterstützung ambulanter und stationärer Einrichtungen beim gesetzlich vorgeschriebenen Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI). Durch Fachveranstaltungen, Werkstattgespräche und Informationsangebote begleitete das Kompetenzzentrum insbesondere kleine und mittelgroße Einrichtungen bei der Umsetzung. Mit Stand November 2025 hatten 74 Prozent der Berliner Pflegeeinrichtungen die ersten Schritte der TI-Anbindung vollzogen – ein Wert, der Berlin laut Mitteilun des Senats bundesweit ins obere Drittel einordne.
Ein weiterer Fokus war die Digitalkompetenz pflegebedürftiger Menschen sowie ihrer An- und Zugehörigen. Mit niedrigschwelligen Informationsangeboten, Veranstaltungen, dem Online-Tool „Mein Technik-Finder“ sowie einer Musterausstellung wurden digitale Angebote im Pflege und Gesundheitsbereich Interessierten nähergebracht.
KI in der Pflege
Deutlich an Bedeutung gewonnen hat in 2025 das Thema Künstliche Intelligenz in der Pflege. Das Kompetenzzentrum adressierte Potenziale und Risiken etwa bei intelligenter Sturzerkennung und robotischer Assistenzsysteme. Im Rahmen von Netzwerktreffen und Forschungsprojektkooperationen wurden insbesondere ethische Fragestellungen diskutiert.
Für 2026 kündigt das Landeskompetenzzentrum eine stärkere Fokussierung auf die Optimierung pflegerischer Versorgungsprozesse durch Digitalisierung und KI an. Einrichtungen sollen noch gezielter bei komplexen Transformationsprozessen unterstützt werden. Zudem soll die digitale Kompetenz von Pflegefachpersonen weiter gestärkt werden.
Der Bericht wurde dem Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses zur weiteren Beratung zugeleitet.








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