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Startschuss für EpicCharité-Aufsichtsrat genehmigt KIS-Finanzierung

Die Charité hat die Finanzierung für ihr neues KIS besiegelt: Der Finanzrahmen liegt bei 200 Millionen Euro, die Uniklinik wird dafür selbst einen Kredit aufnehmen. Bis 2029 soll das KIS von Epic flächendeckend im Einsatz sein.

Campus Charité Mitte
Wiebke Peitz/Charité
Durch eine Gesetzesänderung darf die Charité mehr Schulden machen als bislang. Damit hat sich die Finanzierungsfrage geklärt, wie die Charité sich ihr neues KIS von Epic leisten soll.

Im Dezember 2025 hatte die Charité – Universitätsmedizin Berlin dem US-amerikanischen Softwareanbieter Epic Systems den Zuschlag zur Einführung eines Krankenhausinformationssystems (KIS) erteilt. Der Aufsichtsrat hat die Kreditfinanzierung nun gebilligt, wie die Universitätsklinik mitteilt. Damit ist der Weg frei für die Umsetzung.

Das Projekt habe einen geplanten finanziellen Rahmen von rund 200 Millionen Euro, inklusive Lizenzkosten, IT-Infrastruktur und Implementierungsunterstützung. Bis Ende 2029 soll das System laut Charité flächendeckend im Einsatz sein.

Da bisherige Systeme auslaufen, musste die Uniklinik die Software neu ausschreiben. Nach einem langen Vergabeverfahren – in dem unter anderem Dedalus zwischenzeitlich ausgeschlossen wurde und auf eine Klage verzichtete – fiel die Wahl auf Epic Systems, einer der international führenden Anbieter klinischer Informationssysteme.

Von der Ablehnung zur Kreditlösung

Die Finanzierung stellte sich jedoch als problematisch heraus: Noch vor wenigen Monaten hatte Vorstandsvorsitzender Prof. Heyo K. Kroemer im Berliner Abgeordnetenhaus erklärt, eine Kreditfinanzierung sei für die Charité nicht leistbar. Nun ist genau dieses Modell beschlossene Sache: „Zur Finanzierung hat das Land Berlin die rechtlichen Voraussetzungen für die Charité geschaffen, selbst Kredite aufzunehmen“, heißt es in der Mitteilung. Der Aufsichtsrat habe die Finanzierung über ein Bankenkonsortium gebilligt.

Bislang war es der landeseigenen Uniklinik laut Berliner Hochschulgesetz nur erlaubt, Investitionen von maximal 20 Millionen Euro für die Anschaffung von abschreibungsfähigen Großgeräten zu tätigen

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„Unsere oberste Priorität ist eine stabile und sichere digitale Infrastruktur, sodass die Versorgung der Menschen, die uns jeden Tag ihre Gesundheit anvertrauen, gewährleistet bleibt“, betont Kroemer. „Der gesamte Vorstand ist dem Berliner Senat und den Mitgliedern des Abgeordnetenhauses für die Unterstützung in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten dankbar.“

Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege sowie Vorsitzende des Aufsichtsrats der Charité zeigt sich ebenfalls zufrieden: „Die Vergabe dieses Auftrags ist eine bedeutende Investition der Charité in ihre eigene Zukunftsfähigkeit.“ Ein KIS sei weit mehr als ein Betriebssystem: „Es ist das digitale Rückgrat, das exzellente Versorgung und Forschung verbindet, um Qualität, Sicherheit und Effizienz zu ermöglichen“, so Czyborra.

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