Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG
Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG

BürokratieaufwandKI-Assistentin „Heidi“ startet auch in Deutschland durch

Heidi Health bringt seine KI-Assistentin „Heidi“ in den DACH-Raum. Die Lösung soll Ärzte spürbar vom Dokumentationsaufwand entlasten – für mehr Zeit am Patienten und weniger Bürokratie. Nun eröffnet das Unternehmen ein Büro in Berlin.

Stethoskop mit einem Smartphone
Jackie Niam/stock.adobe.com
Symbolfoto

Mit „Heidi“, einem KI-gestützten Allrounder, der Praxen und Kliniken entlasten soll, will das australische Health Tech-Unternehmen Heidi Health den DACH-Raum erobern. Das Unternehmen ist bereits in 190 Ländern vertreten und hat nun auch in Berlin ein Büro eröffnet. Der neue Standort wird von Arzt und Investor Dr. Hendrik Steenfadt geleitet. 

Ärzte haben einen hippokratischen Eid auf ihre Patienten geschworen, nicht auf die Bürokratie.

Heidi soll freie Kapazitäten für die Versorgung von Patienten schaffen. „Ärzte haben einen hippokratischen Eid auf ihre Patienten geschworen, nicht auf die Bürokratie“, sagt Dr. Thomas Kelly, CEO von Heidi und Arzt für Gefäßchirurgie. Es sei nicht tragfähig, dass der Versorgungsbedarf im Gesundheitswesen weiter steige, während die verfügbare Zeit immer knapper werde. „Wir wollen mit Heidi ein Gesundheitssystem fördern, das die klinische Kapazität erweitert – ohne das Wohlbefinden der Behandelnden der Patienten zu gefährden”, so Kelly weiter.

Dr. Thomas Kelly
Heidi Health
CEO Dr. Thomas Kelly will mit seinem Unternehmen Heidi Health im DACH-Raum expandieren.

Die Lösung für Zeitmangel?

Damit trifft das Unternehmen einen Nerv: In Deutschland fallen im Schnitt drei Stunden täglich für die Dokumentation an. Dieser hohe Zeitaufwand ist immer wieder Anlass für Kritik

Heidi soll die dringend benötigte Zeitersparnis bringen. Grundlage der KI-Anwendung ist das Notizen-Tool Scribe. Die Software kann laut Heidi Health problemlos in bestehende Krankenhausinformationssysteme integriert werden. 

Mehr zum Thema:

Um KI sicher und datenschutzkonform zu machen, setzt das Unternehmen auf Server in Deutschland und klare Compliance-Strukturen. Während Heidi beispielsweise die klinische Dokumentation automatisiert oder die Nachbereitung der Patientenkommunikation übernimmt, bleiben medizinische Entscheidungen klar in den Händen des Fachpersonals. Sie entscheiden über Diagnostik, Interpretation und Therapie. 

Ich spare dank Heidi täglich im Schnitt ein bis zwei Stunden.

Stefan Spieren, Facharzt für Allgemeinmedizin und Allgemeinchirurg sowie Gründer des Digitalen Facharzt- und Gesundheitszentrums in Olpe, zeigt sich überzeugt von Heidi: „Ich spare dank Heidi täglich im Schnitt ein bis zwei Stunden an administrativer Arbeit und kann mir so viel mehr Zeit für meine Patienten nehmen. Diese wiederum sind total beeindruckt, wie viele Details wir aus den Konsultationen mitnehmen können.”

Im DACH-Raum zählt neben dem Digitalen Facharzt- und Gesundheitszentrums Olpe die Klinikgruppe Swiss Medical Network und die Noahklinik aus Kassel zu den Kunden von Heidi Health.

Sortierung
  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Jetzt einloggen

Philips GmbH Market DACH

Philips vernetzt Daten, Technologien und Menschen

Die Medizin macht täglich Fortschritte. Damit steigen auch die…