Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG
Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG

HeidelbergUKHD übernimmt Krankenhaus Salem – mit Einschnitten

Nach Monaten der Unsicherheit im Insolvenzverfahren gibt es eine Zukunft für das Krankenhaus Salem. Das Uniklinikum Heidelberg übernimmt den Standort. Was die Fortführungslösung für die Versorgung bedeutet und welche Abteilungen geschlossen werden.

Hand stapelt vier Holzwürfel mit Buchstaben die das Wort Plan ergeben.
Ampcool/stock.adobe.com
Symbolfoto

Das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) wird das Krankenhaus Salem als neuen Standort weiterführen. Wie die beteiligten Parteien mitteilten, wurde nach intensiven Verhandlungen eine Einigung über die Übernahme von Gebäude und Grundstück erzielt. Damit ist die Zukunft des traditionsreichen Standorts nach dem im letzten Jahr eingeleiteten Insolvenzverfahren gesichert.

„Wir sind froh, diesen traditionsreichen Medizinstandort für Heidelberg und die Region langfristig erhalten zu können“, erklärt UKHD-Vorstandschef Prof. Hanns-Peter Knaebel. Man habe ein zukunftsfähiges medizinisches Gesamtkonzept entwickelt, um die Grund- und Regelversorgung in dem Krankenhaus für die Heidelberger Bevölkerung weiterhin zu gewährleisten. 

Auch der Insolvenzverwalter, Prof. Lucas F. Flöther von Flöther & Wissing, der das Verfahren begleitete, zeigte sich zufrieden: „Mit der Übernahme durch das UKHD schaffen wir eine solide Fortführungslösung und sichern die Zukunft des Krankenhausstandortes.“ 

Mehr zum Thema:

Gynäkologie und Geburtshilfe werden geschlossen

Teil des neuen Medizinkonzepts ist jedoch eine strukturelle Veränderung im Leistungsangebot: Die Fachabteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe wird am Standort Salem nicht weitergeführt. Die Leistungsfähigkeit der Abteilung in Salem reiche nicht aus, um langfristig wirtschaftlich tragfähig zu sein, heißt es in der Mitteilung. 

Die Versorgung von Patientinnen in diesem Bereich sei bis Ende Juni regulär geplant. Mit den betroffenen Mitarbeitenden will das UKHD über berufliche Perspektiven am Universitätsklinikum oder bei anderen Trägern in der Region sprechen. Die gynäkologische und geburtshilfliche Versorgung in der Region bleibe durch den Verbund der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim sowie andere Versorger gewährleistet.

Dr. Rafaela Korte von Borchers & Kollegen, derzeitige Geschäftsführerin des Krankenhauses Salem, dankt ihren Mitarbeitenden für den Einsatz in den vergangenen Monaten. Das UKHD biete „hervorragende strukturelle und medizinische Voraussetzungen, um die Kompetenzen des Hauses zu integrieren und zu fördern“.

Das Krankenhaus Salem, ein Haus der Evangelischen Stadtmission Heidelberg, verfügt über 238 Betten und rund 500 Mitarbeitende. Es befand sich seit mehreren Monaten in einem Insolvenzverfahren, das nun mit der Übernahme durch das UKHD zu einem Abschluss kommt. 

Sortierung
  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Jetzt einloggen