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Neue RadiologieSanas „echter Quantensprung“ in Hof

Der Radiologie im Klinikum Hof hat Sana neue Räume und Geräte gegönnt. Das Millionen-Projekt gilt als „Leuchtturm“, nicht nur für die Region. Die ebenfalls neu integrierte Praxis-Radiologie von Med 360° ist nicht die einzige Besonderheit.

Eröffnung der Radiologie am Sana Klinikum Hof
Sana Klinikum Hof
Symbolischer Scherenschnitt: Geschäftsführer Daniel Busch (3.v.r.) mit Team und Gästen bei der Eröffnung der neuen Radiologie.

Dass die Planungen am Sana Klinikum Hof schon im Jahr 2017 gestartet waren, hatte bei der Eröffnung der neuen Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie nur noch den Status einer Randnotiz. Mittlerweile läuft der Alltag in einer der modernsten Radiologieeinheiten der Republik, „die als Leuchtturmprojekt weit über die Grenzen der Region strahlt“, wie Geschäftsführer Daniel Busch lobt.

In den vergangenen rund zwei Jahren hatte das Team in einem Interimsbereich gearbeitet, während die neuen Räume im Bestandsgebäude von 1979 sukzessive modernisiert wurden. Mehrere Unterbrechungen prägten das Projekt, da parallel der OP-Neubau Vorrang hatte. Für das Gesamtprojekt – OP-Neubau inklusive AEMP, neuer Aufwachraum und Radiologie – wurden rund 51 Millionen Euro investiert.

Ambulante und stationäre Radiologie unter einem Dach

Nach dem Umzug in ihr neues Domizil sei die Radiologie nun räumlich wie technisch für die Anforderungen der Zukunft aufgestellt, betonen die Verantwortlichen in Hof. Patienten profitierten von kürzeren Wegen, optimierten Abläufen und dem direkten Zusammenspiel von ambulanter und stationärer Radiologie unter einem Dach. Denn die Praxis-Radiologie von Med 360° wurde ebenfalls neu in den Gesamtbau integriert.

Zusätzlich, so Sana weiter, wurde das Leistungsspektrum erweitert: Dank eines neuen Multifunktions-Durchleuchtungs/Angiogeräts stehen nun wieder alle Durchleuchtungsverfahren inklusive Phlebographien der oberen und unteren Extremität sowie Ösophagus-, Magen-, Kolon- und Rektum-Kontrastdarstellungen mit oralen und enteralen Kontrastmitteleinläufen zur Verfügung. Auch die räumliche direkte Verknüpfung der Haupt-Angiografieanlage und CT1 ermögliche neue diagnostische und interventionelle Optionen.

Das bedeutet für uns einen echten Quantensprung.

Herzstück der neuen Abteilung sei neben der Angiografieanlage von Siemens, die minimalinvasive Eingriffe ermöglicht, die Ergänzung eines der bestehenden und nun aufgerüsteten CT um einen hochmodernen leistungsstarke Computertomographen (CT) sowie um ein hochmodernes Magnetresonanztomographie-System (MRT). Die neuen Systeme arbeiteten erheblich schneller und bieten eine deutlich reduzierte Strahlenbelastung im CT, so Sana. Zudem verfügten sie über KI-basierte Funktionen sowie eine laserbasierte Interventionsplanung für Punktionen, Drainagen und Mikrowellenablationen im CT.

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„Die neue Ausstattung bedeutet für uns einen echten Quantensprung in der radiologischen Diagnostik und Therapie“, sagt Prof. Boris Radeleff, Chefarzt der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie. „Unsere CT- und MRT-Systeme liefern hochauflösende Bilder in kürzester Zeit, mit automatischer multiplanarer Rekonstruktion durch KI-gestützte Software.“ Das neue CT ermögliche zudem modernste lasergeführte Interventionsplanung – „ein enormer Gewinn für Biopsien, Drainagen oder Ablationen“, so Radeleff.

Ein besonderer Vorteil ergebe sich für Notfallsituationen: So liege der neue CT unmittelbar am Schockraum, was schnellstmögliche Erstdiagnostik bedeute. Notfallpatienten könnten binnen weniger Minuten in den Scanner gebracht und anschließend – falls notwendig – direkt in die Angiografie überführt werden. 

Leistungsstarker Bereich

Jedes Jahr führt die Radiologie in Hof Sana zufolge rund 

  • 60.000 Röntgenleistungen, 
  • 15.000 CT-Untersuchungen, 
  • 4000 MRT-Untersuchungen und 
  • rund 1000 Angiografie-Interventionen durch.

Zusätzlicher Mehrwert entstehe schließlich durch die Zusammenarbeit zwischen der stationären Radiologie des Klinikums und der ambulanten Radiologie von Med 360°, heißt es. Untersuchungen, Befunde und gegebenenfalls notwendige Eingriffe könnten dadurch noch besser aufeinander abgestimmt werden. „So entsteht ein durchgängiges Versorgungskonzept von der ambulanten Diagnostik bis zur stationären interventionellen Therapie“, erklärt Tobias Neumaier, Geschäftsfeldleiter Radiologie bei Med 360°: „Patienten profitieren von kurzen Wegen, schnellen Befunden und abgestimmten Behandlungsabläufen.“ 

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