
Was mit einem mobilen Serviceroboter im Labor des St. Barbara-Hospitals in Gladbeck begann, wollen die Katholischen Einrichtungen Ruhrgebiet Nord (KERN) jetzt deutlich ausbauen. Dafür haben Sie eine strategische Technologiepartnerschaft mit der United Robotics Group (URG) geschlossen. Deren Ziel sei es, robotische und KI-gestützte Lösungen systematisch zu identifizieren, zu entwickeln und zu skalieren, teilt die URG mit.
In ihrem Haus in Gladbeck haben die KERN, die an etwa 60 Standorten mit rund 7500 Mitarbeitenden im Ruhrgebiet vertreten sind, den autonom arbeitenden URG-Serviceroboter uLab Mobile implementiert. Er unterstützt das Laborpersonal im Routinebetrieb in Tag- und Nachtschicht. Aufbauend auf diesen Erfahrungen sei nun ein strategischer Rahmen für eine Kooperation geschaffen worden, heißt es in der Mitteilung weiter.
Robotik darf kein Selbstzweck sein, sondern muss Prozesse verbessern.
Die Partnerschaft gehe bewusst über eine klassische Lieferbeziehung hinaus, sagt Bernd Siegmund, Mitglied der KERN-Geschäftsführung: „Wir wollen technologische Innovation nicht punktuell, sondern strukturiert und langfristig im Klinikalltag verankern.“ Der Anspruch sei, „durch Automatisierung Prozesse planbarer, stabiler und effizienter zu machen“.
Insgesamt werde ein ganzheitlicher Plattformansatz für Robotiksysteme, Krankenhaus-IT, Prozesse und Datenflüsse verfolgt, betonen die Partner. Bei den Anwendungen denken sie breit – von Laborautomation und Probenlogistik über Intralogistik sowie Material- und Medikamententransporte bis hin zu pflegeunterstützenden sowie OP-nahen und klinischen Serviceprozessen.
„Robotik darf kein Selbstzweck sein, sondern muss Prozesse verbessern – und gleichzeitig Raum für menschliche Fürsorge, Präzision und Verantwortung schaffen“, erklärt URG-CEO Wassim Saeidi. Gerade im Gesundheitswesen gehe es darum, Fachkräfte von repetitiven und körperlich belastenden Tätigkeiten zu entlasten.
Die beiden Partner setzen ein gemeinsames Operational Board ein, das neue Anwendungsfälle identifiziert und Wirtschaftlichkeits- und Skalierungskonzepte erarbeiten soll. Anschließend werden strategische Relevanz, regulatorische Machbarkeit und nachhaltige Implementierung bewertet. Dabei strebe man an, belastbare Evaluierungen und Wirtschaftlichkeitsanalysen durchzuführen, „um den Mehrwert robotischer Lösungen nachvollziehbar darzustellen“. Mit Blick auf den demografischen Wandel, den zunehmenden Fachkräftemangel sowie steigende Anforderungen an Qualität, Effizienz und Resilienz in Krankenhäusern sei es das gemeinsame Ziel, dass Technologie das Personal nicht ersetzen, sondern gezielt entlasten solle.
United Robotics Group
Zum Portfolio der 2021 gegründeten United Robotics Group gehören neben dem Laborroboter uLab Mobile, der Reinigungsroboter uClean, der autonome mobile Transportroboter uLog sowie der Servierroboter uServe. Mit uMe entwickelt die URG zudem einen humanoiden Roboter. An der Spitze des Unternehmens steht neben Gründer und CEO Wassim Saeidi auch Kerstin Wagner Co-CEO und COO.








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