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Berlin-WeißenseeÜbernimmt Sana die insolvente Park-Klinik?

In Berlin zeichnet sich eine weitere Übernahme durch Sana ab. Offenbar hat der Konzern Interesse an der Park-Klinik in Weißensee. Das privat geführte 350-Betten-Haus steckt seit Oktober 2025 in einem Insolvenzverfahren.

Park-Klinik Weißensee
Park-Kliniken Berlin
Die Park-Klinik Weißensee befindet sich seit Oktober 2025 in einem Eigenverwaltungsverfahren.

Die insolvente Park-Klinik Weißensee in Berlin könnte bald Teil der Sana Kliniken sein. Offenbar plant der Konzern mit Sitz in Ismaning, wesentliche Teile des Geschäfts der Gruppe zu erwerben. Beim Bundeskartellamt in Bonn wird der Vorgang als laufendes Verfahren unter dem Aktenzeichen B3-53/26 geführt. Demnach geht es dabei auch um Teile der mittlerweile bereits geschlossenen Schlosspark-Klinik im Berliner Bezirk Charlottenburg. Das Amt hat das Vorhaben als unproblematisch eingestuft und bereits Ende April freigegeben.

Wir sehen uns als aktiven Mitgestalter der regionalen Gesundheitsversorgung.

Sana will sich auf Anfrage von kma „zu möglichen Transaktionen derzeit nicht äußern“. Gleichzeitig betont der Konzern sein langes Engagement mit ambulanten und stationären Angeboten in der Hauptstadtregion Berlin/Brandenburg und erklärt: „Auch angesichts der Herausforderungen im Berliner Gesundheitsmarkt sehen wir uns weiterhin als aktiven Mitgestalter der regionalen Gesundheitsversorgung.“

Ein Unternehmen für den künftigen Betrieb gibt es offenbar bereits. Im Handelsregister ist die Sana Park-Klinik Weißensee GmbH eingetragen, mit Jean Franke und Mirko Papenfuß als Geschäftsführern. Franke ist für Sana als Geschäftsführerin des Clusters Berlin/Brandenburg Nord tätig, Papenfuß ist Generalbevollmächtigter des Konzerns und unter anderem für den Bereich Managementverträge zuständig.

Gegenstand der neu gegründeten Gesellschaft ist der Betrieb von stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen des Gesundheitswesens einschließlich Laborleistungen Aus-, Fort- und Weiterbildungsstätten sowie Neben- und Hilfsbetrieben.

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Der „Tagesspiegel“ zitiert aus einem Brief an die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Pflege, wonach Sana einen „zeitnahen Vollzug zum 1. Juni“ anstrebe. Dem Bericht zufolge soll die Park-Klinik künftig eng mit dem Sana Klinikum in Lichtenberg kooperieren. Der Konzern verspreche sich davon Synergien in mehreren Bereichen, heißt es.

Die Park-Klinik Weißensee und die Schlosspark Klinik, die einem privaten Träger gehören, hatten im vergangenen Jahr Insolvenz angemeldet. Wie berichtet, ist die Schlosspark-Klinik mittlerweile geschlossen. Einige ihrer Leistungen werden von den Alexianern übernommen. Zudem haben die DRK Kliniken Berlin angekündigt, an ihrem Standort Westend zusätzliche Behandlungsangebote aufzubauen, um die durch den Wegfall der Schlosspark-Klinik entstandenen Lücken zu schließen.

Zum Sana-Cluster in der Hauptstadtregion gehören derzeit neben dem Schwerpunktversorger in Berlin-Lichtenberg unter anderem auch spezialisierte Versorgungseinrichtungen wie die Sana Kliniken Sommerfeld, das Paulinenkrankenhaus, das Sana Krankenhaus Gottesfriede Woltersdorf und das Sana Krankenhaus Templin sowie diverse haus- und fachärztliche Arztsitze.

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