Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG
Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG

BremenRoland Klinik hat einen neuen Träger

Die zwei Bremer Häuser – RKK und die Roland Klinik –  bündeln ihre Strukturen. Die Stiftung Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen wird künftig die Trägerschaft der Fachklinik für Orthopädie und Handchirurgie übernehmen. 

RKK wird neuer Träger der Roland Klinik
RKK
Gleich zu Beginn des 150. Jubiläumsjahres öffnet sich im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen - gegründet am 03.07.1876 - durch den Zusammenschluss mit der Roland Klinik am Werdersee ein neues Kapitel der Unternehmensgeschichte – mit (v.l.) Martin Langenbeck, Hans-Joachim Bauer, Petra Wehrmann und Walter Klingelhöfer.

Zwei freigemeinnützige Kliniken in Bremen rücken enger zusammen: Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) übernimmt künftig die Trägerschaft der Roland Klinik. Die Entscheidung fiel Ende Januar nach umfangreicher rechtlicher und wirtschaftlicher Prüfung, teilt das RKK mit.

Mit der Übernahme durch die Stiftung Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen werden Dr. Walter Klingelhöfer und Dr. Martin Langenbeck – bisher bereits Geschäftsführer des RKK – neue Geschäftsführer der Roland Klinik. Sie folgen auf Petra Wehrmann und Dr. Hans-Joachim Bauer, die sich altersbedingt aus der Leitung zurückziehen. Das Haus hat eine lange Familientradition: Schon ihre Väter führten die 1948 gegründete orthopädische Fachklinik ab 1956 gemeinsam.

Ausschlaggebend für die engere Verzahnung sei neben dem Generationenwechsel insbesondere die Krankenhausreform. „Die Veränderungen, die auf die Kliniken zukommen, sind tiefgreifend. Sie müssen auf mehrjährige Sicht geplant werden“, sagt Klingelhöfer, kaufmännischer Geschäftsführer der RKK. Beide Häuser würden ihren Betrieb zunächst vollumfänglich fortführen, gleichzeitig aber ihre künftige Leistungsgruppen-Zuordnung gemeinsam weiterentwickeln.

Auch Bauer betont: „Die Roland Klinik ist unser Baby. Wir möchten, dass die Klinik weiterhin leistungsstark und konkurrenzfähig weiterentwickelt wird, wenn wir uns aus Altersgründen im Laufe dieses Jahres zurückziehen.“

Synergien in der Versorgung – von Orthopädie bis Intensivmedizin

Schon heute arbeiten beide Häuser eng zusammen – verstärkt durch die Pandemie-Erfahrungen und die räumliche Nähe, sie liegen nur zwei Kilometer voneinander entfernt. Die Bündelung der Kompetenzen schaffe neue Spielräume, heißt es weiter. 

Das Leistungsspektrum der Roland Klinik ergänzt unser orthopädisches und unfallchirurgisches Versorgungsangebot am RKK.

Der ärztliche Geschäftsführer Dr. Martin Langenbeck betont: „Das Leistungsspektrum der Roland Klinik, beispielsweise mit dem Zentrum für Handchirurgie und Rekonstruktive Chirurgie und dem Wirbelsäulenzentrum, ergänzt unser orthopädisches und unfallchirurgisches Versorgungsangebot am RKK. Umgekehrt wird unsere Intensivstation wichtig für die Patientenversorgung der Roland-Klinik.“ Doppelstrukturen sollen dadurch reduziert, Fachabteilungen optimal ausgerichtet und Versorgungspfade besser verzahnt werden.

Mehr zum Thema:

Sichere Arbeitsplätze und ökonomische Vorteile

Für die Mitarbeitenden seien keine Kündigungen geplant – im Gegenteil: Beide Kliniken betonen die Chancen, die ein Zusammenschluss für Beschäftigte bietet. Dazu zählen neue Karriere- und Entwicklungsperspektiven, breitere Möglichkeiten für Weiterbildung und Facharztausbildung, stabilere Strukturen im Wettbewerb um Fachkräfte und Wissensaustausch über beide Standorte hinweg. „Wir sind überzeugt, dass ein Zusammenschluss für alle Beteiligten ein Gewinn ist“, sagt Klingelhöfer.

Neben medizinischen Synergien erwarten die Träger ebenso wirtschaftliche Vorteile. Dazu zählen gebündelte administrative Ressourcen, bessere Einkaufs- und Lieferkonditionen, effizientere Energie- und Lagerstrukturen, abgestimmte Medizintechnik-Strategien. „Gemeinsam können wir Innovationen vorantreiben und neue Angebote entwickeln“, betont Klingelhöfer. Es gehe darum, „das Beste aus beiden Klinikwelten zusammenzuführen“.

Vor dem Hintergrund der  Schließung des Klinikums Links der Weser  gewinne die Neuordnung der Häuser in Bremen zusätzlich an Bedeutung. „Wir sehen große Vorteile für Patienten, Mitarbeitende und die Region“, sagt Bauer. „Wir werden die Patientenversorgung auf der linken Weserseite erhalten und weiter stärken. Das Ziel ist nun definiert, die Route werden wir in den nächsten Monaten gemeinsam erarbeiten.“

Sortierung
  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Jetzt einloggen