
Der Ministerrat in Baden-Württemberg hat am Dienstag, 3. März, den neuen Krankenhausplan des Landes verabschiedet. Gesundheitsminister Manne Lucha (Die Grünen) betonte, dass der Plan auf eine moderne, bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Versorgung ausgerichtet sei.
Kern des neuen Krankenhausplans ist eine grundlegende Umstellung: Anstelle der klassischen Fachabteilungen wird künftig in Leistungsgruppen geplant, die je nach Komplexität drei Ebenen zugeordnet werden:
- Grund- und Regelversorgung: Stadt- und Landkreise
- Komplexe Leistungen: sechs Versorgungsregionen
- Hochkomplexe Leistungen: Land Baden-Württemberg
Durch diese Struktur sollen Krankenhausstandorte stärker vernetzt und spezialisierte Leistungen gezielt konzentriert werden. Gleichzeitig bleibe nach Angaben des Ministeriums „ein qualitativ hochwertiges Versorgungsangebot in vertretbarer Entfernung erhalten“.
Künftiger Bedarf stärker berücksichtigt
Eine zentrale Rolle soll künftig die Bedarfsanalyse spielen. Diese soll die absehbaren Veränderungen im Gesundheitswesen – etwa durch den demografischen Wandel, medizinisch-technische Entwicklungen oder die zunehmende Verlagerung stationärer Eingriffe in den ambulanten Bereich – stärker in die Planung einbeziehen, so Lucha.
Der Plan berücksichtige außerdem folgende Grundsätze und Ziele: Digitalisierung, Ambulantisierung, sektorenübergreifender Versorgung und Nachhaltigkeit. Häufige Fehlsteuerungen – etwa unnötige Besuche in Notaufnahmen – sollen durch bessere digitale und ambulante Angebote reduziert werden. Das Motto: präventiv und digital vor ambulant vor stationär. Dies soll sowohl die Versorgungsqualität steigern als auch personelle Ressourcen entlasten.








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