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KrankenhausreformÜber 3400 Anträge auf Leistungsgruppen in Bayern eingereicht

Für 256 Klinikstandorte liegen dem bayerischen Gesundheitsministerium mittlerweile über 3400 Anträge auf Leistungsgruppen vor. Gesundheitsministerin Gerlach kündigt erste Zuweisungen bereits für den Herbst an, die Prüfung läuft.

Auf einem Tisch liegt ein Stapel mit Unterlagen und daneben eine Lupe.
Aramyan/stock.adobe.com
Symbolfoto

Bayern macht Tempo: Für 256 Klinikstandorte im Freistaat haben die Krankenhausträger insgesamt mehr als 3400 Anträge auf Zuweisung von Leistungsgruppen eingereicht. Das teilte Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) mit. Die Anträge seien umgehend an den Medizinischen Dienst Bayern (MD Bayern) zur Prüfung der Qualitätsvoraussetzungen weitergeleitet worden.

Nach Angaben des Ministeriums entfalle der Großteil der Anträge auf die allgemeine Basisversorgung. Auch geburtshilfliche Leistungen seien flächendeckend beantragt worden. Erfreulich sei zudem, dass auch im Bereich spezialisierter Leistungsgruppen viele Anträge eingegangen seien. Der MD Bayern prüfe derzeit die Voraussetzungen.

Zuweisung bereits im Herbst möglich

Bayern liegt nach Darstellung des Gesundheitsministeriums deutlich vor den gesetzlich vorgeschriebenen Fristen. Im Juli werden die Ergebnisse der MD-Prüfungen erwartet. Im Herbst sollen dann die Leistungsgruppen durch das Ministerium zugewiesen werden.

Auf Basis der MD-Prüfungen werde das Ministerium die Anträge umfassend bewerten – auch hinsichtlich der Frage, ob aus übergeordneten krankenhausplanerischen Gründen Ausnahmen von negativen Gutachtenergebnissen erteilt werden. Dies sei vor allem wichtig, um drohende Versorgungslücken zu vermeiden, so Gerlach.

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Unterstützungsangebote für Klinikträger

Parallel zur Reformumsetzung verweist das Ministerium auf bestehende Unterstützungsstrukturen. Dazu zählen: Der 7-Punkte-Plan vom Oktober 2024, der unter anderem die Finanzierung regionaler Gutachten zu wirtschaftlichen Auswirkungen möglicher Umstrukturierungen umfasst. 

Das im Juni 2025 veröffentlichte bayernweite Gutachten zur Entwicklung der Patientenzahlen bis 2035. Ein digitales Tool, das Krankenhausträger individuell für Strukturentscheidungen nutzen können und derzeit mit aktuellen demografischen Daten und neuen Qualitätsdaten fortgeschrieben wird.

Viele Träger hätten diese Instrumente bereits zur Vorbereitung ihrer Anträge genutzt, hieß es aus dem Ministerium.

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