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Stefan Starke gehtJulia Disselborg steigt in HMG-Geschäftsführung auf

Wechsel im Führungs-Trio der Hospital Management Group: Zum 1. April wird Klinikmanagerin Julia Disselborg Mitglied der Geschäftsführung. Sie folgt auf Stefan Starke, der aus der HMG ausscheidet.

Julia Disselborg
HMG
Julia Disselborg ist seit April 2022 bei der HMG unter Vertrag.

Neben Florian Friedel und Tobias Vaasen bildet künftig Julia Disselborg die Geschäftsführung der Hospital Management Group mit Sitz im schleswig-holsteinischen Schleswig. Die 49-Jährige rückt für Stefan Starke an die HMG-Spitze, der zum 1. April ausscheidet. Er hat das Unternehmen 2018 gemeinsam mit Friedel gegründet und werde künftig „die Geschäfte bei einem neuen Start-up der Gesundheitswirtschaft übernehmen“, teilt die HMG mit.

Disselborg ist seit April 2022 bei der Hospital Management Group unter Vertrag und aktuell seit September 2023 in deren Auftrag für den Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf (VKKD) tätig. Seit März 2024 ist sie dort Vorsitzende der Geschäftsführung, zu der mit Ulrike Hoberg noch eine weitere HMG-Managerin gehört. Mitte Januar hatte der VKKD verkündet, dass die St. Franziskus-Stiftung Münster vom Bistum Köln eine Mehrheitsbeteiligung an dem Verbund übernimmt.

Vor ihrem Wechsel nach Düsseldorf hatte Disselborg die ehemaligen Katholischen Nord-Kreis Kliniken Jülich und Linnich durch die Planinsolvenz geführt. Unter anderem fusionierte sie die beiden Standorte und überführte das Krankenhaus in kommunale Trägerschaft.

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Disselborg hat an der Universität Maastricht Ökonomie und Management studiert und mit dem Master of Arts abgeschlossen. Von 2004 bis Februar 2019 arbeitete sie für den Klinikkonzern Helios. Sie begann als Trainee, war Assistentin der Geschäftsführung in Wuppertal und stellvertretende Geschäftsführerin im Klinikum Berlin-Buch. Zuletzt führte sie mehr als sechs Jahre das Helios Klinikum Bad Saarow. Im März 2019 wechselte sie dann zu Sana und leitete die Kliniken Duisburg.

Wir können sehr viel voneinander lernen.

Nach mehr als 18 Jahren bei privaten Krankenhauskonzernen sei es für sie „sehr inspirierend, die Trägervielfalt innerhalb der HMG zu erleben“, sagt sie heute: „Jeder Träger hat andere Voraussetzungen, andere Stärken und Schwächen. Wir können sehr viel voneinander lernen, wenn wir den Blick über den Tellerrand hinaus richten.“

Mit Florian Friedel und Tobias Vaasen wolle sie die Marktposition der HMG im Bereich externes Management im Gesundheitswesen weiter ausbauen, heißt es in der Mitteilung weiter. Derzeit betreue das Unternehmen, das aktuell rund 40 Beschäftigte hat, rund 30 Krankenhäuser. Sie freue sich darauf, die Kolleginnen und Kollegen, die die Geschäfte in diesen Häusern leiten, als Sparringspartnerin zu begleiten, so Disselborg.

Viel Potenzial in intensivem Dialog

Gerade bei der Umsetzung der nun anstehenden Krankenhausreform, sehe sie viel Potenzial in einem intensiven Dialog, erklärt die neue Geschäftsführerin, die in den vergangenen fünf Jahren selbst mehrere Kliniken in Nordrhein-Westfalen geleitet hat. „Vieles, das nun bundesweit auf die Krankenhäuser zukommt, wurde dort bei der Krankenhausplanung auf Länderebene schon weitgehend umgesetzt“, sagt Disselborg: „Ich habe bestimmt den einen oder anderen Tipp, der hilfreich sein könnte.“

Ob Sanierungen, Klinikfusionen, bauliche Erweiterungen, Ambulantisierung und Digitalisierung – „alles, was die Klinikszene gerade bewegt, hat Julia Disselborg schon selbst angepackt“, betont HMG-Chef Friedel. Zudem freue er sich auf „den weiblichen Blickwinkel in der Geschäftsführung“.

Dem scheidenden HMG-Mitgründer Starke dankte Friedel „für alles, was er für die HMG getan hat“. Er sei überzeugt, „dass wir – persönlich wie beruflich – eng miteinander verbunden bleiben werden“.

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