Am dritten Tag des Deutschen Krankenhaustages rückt die Pflege ins Zentrum und zeigt sich selbstbewusst. Experten fordern ein ganzheitliches, sektorenübergreifendes Versorgungssystem und eine klare Rolle für Pflegefachpersonen – ohne sie ist Reform nicht denkbar.
TCC führt konzernweit für die Alexianer eine KI-gestützte Plattform ein. Diese vernetzt Krankenhäuser und die außerklinische Intensivpflege digital. Prädiktionsmodelle sollen dabei Risiken frühzeitig erkennen und Entscheidungsprozesse beschleunigen.
Die stellvertretende Pflegedirektorin der Ilmtalkliniken steigt auf zur Standortleiterin: Karin Nadler führt ab sofort die Geschicke des Hauses. Damit entspricht die Klinik dem Wunsch des Landrats, eine dauerhaft verfügbare Ansprechperson für den Standort bereitzustellen.
Das Krankenhaus Salem in Heidelberg hat erneut ein vorläufiges Insolvenzverfahren beantragt. Der Betrieb läuft weiter, die Versorgung ist gesichert. Ziel ist eine tragfähige Zukunftslösung – Gespräche mit Partnern laufen bereits.
Die Eltern einer unzureichend behandelten 16-Jährigen bekommen vom Uniklinikum Freiburg nun Schadenersatz. Ihre Tochter war 2023 nach jahrelanger Pflege gestorben. Die Höhe des Anspruchs ist noch offen – es könnte um Millionen gehen.
Median will die akutpsychiatrische Versorgung in Rheinland-Pfalz weiter konzentrieren: Die Privatklinik Berggarten schließt zum Jahresende, Leistungen werden in die Klinik Sonnenwende integriert. Ziel: stabile, qualitätsgesicherte Versorgung und neue Perspektiven für Mitarbeitende.
Notärzte sind in Sachsen-Anhalt öfter im Einsatz als anderswo – doch bis sie losfahren, vergeht nach Expertenmeinung zu viel Zeit. Was Experten jetzt fordern, um die Versorgung zu verbessern.
Auch das Ketteler Krankenhaus ist insolvent. Der 310-Betten-Standort in Offenbach soll nun in Eigenverwaltung – und mit einem zusätzlichen externen Geschäftsführer – saniert werden. Mehr als 900 Beschäftigte sind betroffen.
Europas drittgrößte Reha-Gruppe heißt jetzt Vitrea. Das Unternehmen bündelt die Einrichtungen von Vamed und Paracelsus. Die Chefs wollen jährlich „hohe zweistellige Millionenbeträge“ investieren und prüfen weitere Zukäufe.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken warnt vor Verzögerungen beim Sparpaket für stabile Krankenkassenbeiträge. Wird ein Vermittlungsverfahren eingeleitet, könnte das zu höheren Zusatzbeiträge für Versicherte führen.
Laut Studien reduzieren telemedizinische Vorgespräche mit Patienten Ausfallraten und verhindern Doppeluntersuchungen vor Klinikaufenthalten. Für unsere Kolumnistin Daniela Aufermann sollte daher zukünftig bei der Versorgung der Grundsatz gelten: digital vor ambulant vor stationär.
In Ostwestfalen-Lippe bündeln drei Kliniken ihre Expertise: Das Herz- und Diabeteszentrum NRW, Klinikum Bielefeld und die Kreiskliniken Herford-Bünde planen ein Lungenkrebszentrum. 2026 soll es durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert werden.
Mit Dr. Mira Mandery rückt eine Medizinerin in die Geschäftsführung der Einkaufsgemeinschaft Prospitalia. Sie leitet das zur Vivecti Group gehörende Unternehmen künftig mit Alexander Perske, Bünyamin Saatci und Fabian Becker.
In der Herzmedizin werden die Kreiskliniken Günzburg-Krumbach und das Universitätsklinikum Augsburg künftig eng kooperieren. Den Vertrag, der alles regelt, haben die Vorstände gerade unterschrieben – aber sie planen schon weiter.
Beim Deutschen Krankenhaustag prallen die Positionen aufeinander: Klinikverbände warnen vor Sparzwang und fehlender Planungssicherheit, während die Politik den Reformkurs mit Milliardenhilfen verteidigt. Der Transformationsprozess bleibt umstritten.