Der Bundestag hat die umstrittene Krankenhausreform nachgebessert. Längere Übergangsfristen und mehr Flexibilität sollen Kliniken entlasten – während Kritiker vor einer Aufweichung zentraler Reformziele warnen.
Nach langen Debatten will die schwarz-rote Koalition ihre Änderungen an der Krankenhausreform heute im Bundestag beschließen. Am Vormittag steht die Abstimmung über die Pläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) an.
Die Bundeswehr trainiert einige Tage die Versorgung Verwundeter im Bündnisfall. Auch zivile Partner aus Berlin beteiligen sich bei der Übung „Medic Quadriga“. Eine der bisher größten Übungen für den Kriegsfall.
Thüringens Gesundheitsministerin Katharina Schenk lobt die Nachbesserungen an der Krankenhausreform. Kein Standort solle schließen, sagt sie, aber Häuser könnten sich grundlegend verändern. „Ab Dezember“ soll Klarheit herrschen.
Leistungsgruppen statt Fachabteilungen: Der neue Krankenhausplan Baden-Württembergs soll die Qualität stärken, Leistungen konzentrieren und die Ambulantisierung im Land voranbringen.
NRW-Gesundheitsminister Laumann legt einen 15-Punkte-Plan vor, der Patienten stärker durchs Gesundheitssystem steuern soll. Die 116 117 soll zur zentralen Plattform werden – um Terminvergabe, Ersteinschätzung und Versorgung effizienter zu machen.
In Thüringen werden über 800 Leistungsanträge geprüft – besonders aus Innerer Medizin, Chirurgie und Intensivmedizin. Nach der Qualitätsprüfung entscheidet das Land, welche Kliniken welche Leistungen künftig anbieten dürfen.
Der von Bund und Ländern vereinbarte Kompromiss zum KHAG stößt grundsätzlich auf Zuspruch. Bei Detailfragen bleibt die Reform aber konfliktbeladen. Klinikverbände hadern besonders mit den Anpassungen am Pflegebudget.
Ein Kompromiss zur Krankenhausreform: Bund und Länder einigen sich auf mehr Spielraum und längere Übergänge. Doch ob die Vereinbarung wirklich Reformkraft hat – oder nur Streit vertagt – bleibt offen.
Das KHAG sollte Ende Februar beschlossen werden. Daran hatten Bund und Länder bis zuletzt festgehalten. Nun wurde der Punkt weniger als 24 Stunden vor dem Gesundheitsausschuss von der Agenda gestrichen. Was ist passiert?
Die Verhandlungen zum Krankenhausanpassungsgesetz nähern sich dem Finale. Union und SPD haben 46 Änderungsanträge vereinbart – doch bei zentralen Punkten sind sich Bund und Länder nach wie vor uneinig.
Deutliche Kritik aus Niedersachsen an der Bundesgesundheitsministerin: Der Landesgesundheitsminister erhöht den Druck auf den Bund und fordert Kompromisse bei der Krankenhausreform.
Dieses Jahr wird zur strategischen Bewährungsprobe für Kliniken: Die Reform verschiebt Rollen, Verantwortlichkeiten und Versorgungslogiken – und zeigt zugleich, wie stark das System im Umgang mit Wandel geworden ist. Ein Kommentar von Barbara Napp.
Deutschlands Gesundheitssystem soll für den Katastrophen- und Verteidigungsfall gerüstet werden. Im Sommer will Ministerin Nina Warken dazu einen Gesetzesentwurf vorlegen, der Zuständigkeiten, Datenlage und Kapazitäten klar regeln soll.
Die Berliner Charité darf nach einer Gesetzesnovelle bis 2035 selbstständig Kredite bis zu 400 Millionen Euro aufnehmen. Das Geld soll auch zur Finanzierung für das neue KIS von Epic eingesetzt werden.