Das KHAG sollte Ende Februar beschlossen werden. Daran hatten Bund und Länder bis zuletzt festgehalten. Nun wurde der Punkt weniger als 24 Stunden vor dem Gesundheitsausschuss von der Agenda gestrichen. Was ist passiert?
Die Verhandlungen zum Krankenhausanpassungsgesetz nähern sich dem Finale. Union und SPD haben 46 Änderungsanträge vereinbart – doch bei zentralen Punkten sind sich Bund und Länder nach wie vor uneinig.
Deutliche Kritik aus Niedersachsen an der Bundesgesundheitsministerin: Der Landesgesundheitsminister erhöht den Druck auf den Bund und fordert Kompromisse bei der Krankenhausreform.
Dieses Jahr wird zur strategischen Bewährungsprobe für Kliniken: Die Reform verschiebt Rollen, Verantwortlichkeiten und Versorgungslogiken – und zeigt zugleich, wie stark das System im Umgang mit Wandel geworden ist. Ein Kommentar von Barbara Napp.
Deutschlands Gesundheitssystem soll für den Katastrophen- und Verteidigungsfall gerüstet werden. Im Sommer will Ministerin Nina Warken dazu einen Gesetzesentwurf vorlegen, der Zuständigkeiten, Datenlage und Kapazitäten klar regeln soll.
Die Berliner Charité darf nach einer Gesetzesnovelle bis 2035 selbstständig Kredite bis zu 400 Millionen Euro aufnehmen. Das Geld soll auch zur Finanzierung für das neue KIS von Epic eingesetzt werden.
Ministerin Warken treibt die Digitalstrategie voran: ePA-Ausbau, KI-Standards, stabile TI und mehr Rechte für die Gematik. Ambitionierte Ziele, deren Umsetzung von einigen Faktoren abhängt. Ein Gesetzentwurf soll noch im ersten Quartal vorliegen.
Chancen für die Nachwuchsgewinnung, aber problematisch sind die Finanzen: Deutschlands Krankenhäuser stehen einer Rückkehr des Zivildienstes offen gegenüber – sehen jedoch deutliche finanzielle Grenzen. Das zeigt eine aktuelle DKI-Umfrage.
Medizinische Versorgungszentren oder Polikliniken gelten als Lösung, wenn kein Krankenhaus da ist oder eines schließen muss. Brandenburg will die Gründung in Kommunen erleichtern.
NRW will seine Krankenhäuser besser auf Krisen vorbereiten und das KHGG dafür ändern: Einheitliche Vorgaben für Alarm- und Einsatzpläne sowie eine zentrale Koordinierung von Patienten soll es ab Herbst 2026 geben.
Die Wartezeiten auf Facharzttermine steigen auf durchschnittlich sechs Wochen. Trotz steigender Ausgaben bleiben Verbesserungen aus. Gesundheitsministerin Warken plant nun Strukturreformen – und gelobt Besserung.
Zahlreiche Kliniken sind in Finanznöten, auch Insolvenzen gab es schon. In solchen Zeiten in die Infrastruktur zu investieren, ist nicht einfach. Wie das Land dabei unterstützt.
Die sächsischen Krankenhäuser stehen vor einem Milliarden-Investment. Probleme in der Versorgungen sind dennoch nicht ausgeräumt. In der ambulanten Versorgung fehlen weiter Mediziner.
Die Gewerkschaften wollen zum wiederholten Mal Warnstreiks in den Unikliniken in Rostock und Greifswald durchführen. Dagegen gehen beide Häuser nun rechtlich vor.