Im St. Willibrord-Spital Emmerich hat jetzt der Insolvenzverwalter das Sagen. Das 271-Betten-Haus, das zu Pro Homine gehört, hat ein Insolvenzverfahren beantragt. Fast 600 Beschäftigte sind betroffen.
Der Landkreis Waldeck-Frankenberg und die Stadt Korbach arbeiten an einer gemeinsamen Strategie für ihre beiden kommunal geführten Häuser. Eine erste Absichtserklärung dazu wurde bereits beschlossen. Wie es jetzt weitergeht.
Seit kurzem ist der Bundes-Klinik-Atlas des Bundesgesundheitsministeriums online. Minister Lauterbach spricht von einem „Wegweiser durch den Krankenhaus-Dschungel“. Kritiker vermissen den Mehrwert und sehen noch mehr Bürokratie für die Kliniken.
Die Krankenhausreform passierte am 15. Mai nach mehrmonatigem Abstimmungsprozess das Bundeskabinett. Doch die Gesundheitsbranche ist aufgebracht, ebenso die Länder, denn bisher hat Lauterbach keine Verbesserungsvorschläge angenommen.
Das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) ist als Entwurf vom Bundeskabinett heute beschlossen worden. Mit ihm wird die Finanzierung der stationären Versorgung auf neue Füße gestellt. Was sich sonst noch verändert und die Reaktionen im Überblick.
Sie fliegen rein elektrisch, starten senkrecht und sind für den ländlichen Raum konzipiert – neue Fluggeräte für begleitete Patiententransporte zwischen Kliniken. Sie sollen Rettungswagen und Helikopter ergänzen – und werden in Memmingen getestet.
An der Vorhaltefinanzierung – wesentlicher Punkt der Lauterbachschen Krankenhausreform – scheiden sich die Geister. Sebastian Spottke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Marienhaus-Gruppe, legt seinen Blick auf die Dinge dar.
Mit einer einstimmigen Stellungnahme zum Referentenentwurf für die geplante Krankenhausreform haben sich die Bundesländer jetzt an den Gesundheitsminister gewandt. Ihr Urteil: „bisher ungenügend“. Die Liste der Kritikpunkte ist lang.
In Darmstadt rücken das Klinikum der Stadt und das Agaplesion Elisabethenstift eng zusammen. Für eine Kooperation prüfen sie die Gründung einer gemeinsamen Holding – und loben das bisherige Gesprächsklima.
Aus in Schweinfurt: Das städtische Leopoldina-Krankenhaus wird das katholische Krankenhaus St. Josef nicht übernehmen. Die Verhandlungen wurden beendet. Wem die Verantwortlichen die Schuld geben und wie es weitergeht.
Seit über 20 Jahren versucht sich die Politik an Reformen im Gesundheitswesen. Mit einer hochgradig ernüchternden Bilanz. Die systemische Dysfunktionalität könnte ihre Ursachen in den falschen Institutionen haben, die eine zeitgemäße Gesundheitsversorgung für das 21. Jahrhundert unterminieren.
Es wirkt wie ein Kampf um die Transparenz-Hoheit: Parallel zum Bundes-Klinik-Atlas hat die DKG ihr Krankenhausverzeichnis überarbeitet. Sie verspricht mehr Infos und neue Funktionen, und das Ministerium nennt einen konkreten Starttermin für seinen Atlas.
Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher warnt vor den Folgen der geplanten Krankenhausreform für dünn besiedelte Regionen wie die Prignitz. Wo die Schwachstellen der Reform für diese Gebiete liegen.
Die Bund-Länder-Runde zur Krankenhausreform endete erneut mit Uneinigkeit. Während Lauterbach weiterhin die Zustimmungspflicht der Länder ablehnt, drohen diese mit einer Verfassungsklage. Gegenwind kommt auch von den Kassen.