An der Vorhaltefinanzierung – wesentlicher Punkt der Lauterbachschen Krankenhausreform – scheiden sich die Geister. Sebastian Spottke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Marienhaus-Gruppe, legt seinen Blick auf die Dinge dar.
Mit einer einstimmigen Stellungnahme zum Referentenentwurf für die geplante Krankenhausreform haben sich die Bundesländer jetzt an den Gesundheitsminister gewandt. Ihr Urteil: „bisher ungenügend“. Die Liste der Kritikpunkte ist lang.
In Darmstadt rücken das Klinikum der Stadt und das Agaplesion Elisabethenstift eng zusammen. Für eine Kooperation prüfen sie die Gründung einer gemeinsamen Holding – und loben das bisherige Gesprächsklima.
Aus in Schweinfurt: Das städtische Leopoldina-Krankenhaus wird das katholische Krankenhaus St. Josef nicht übernehmen. Die Verhandlungen wurden beendet. Wem die Verantwortlichen die Schuld geben und wie es weitergeht.
Seit über 20 Jahren versucht sich die Politik an Reformen im Gesundheitswesen. Mit einer hochgradig ernüchternden Bilanz. Die systemische Dysfunktionalität könnte ihre Ursachen in den falschen Institutionen haben, die eine zeitgemäße Gesundheitsversorgung für das 21. Jahrhundert unterminieren.
Es wirkt wie ein Kampf um die Transparenz-Hoheit: Parallel zum Bundes-Klinik-Atlas hat die DKG ihr Krankenhausverzeichnis überarbeitet. Sie verspricht mehr Infos und neue Funktionen, und das Ministerium nennt einen konkreten Starttermin für seinen Atlas.
Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher warnt vor den Folgen der geplanten Krankenhausreform für dünn besiedelte Regionen wie die Prignitz. Wo die Schwachstellen der Reform für diese Gebiete liegen.
Die Bund-Länder-Runde zur Krankenhausreform endete erneut mit Uneinigkeit. Während Lauterbach weiterhin die Zustimmungspflicht der Länder ablehnt, drohen diese mit einer Verfassungsklage. Gegenwind kommt auch von den Kassen.
Bundesgesundheitsminister Lauterbach berät erneut mit den Ressortchefs der Länder über die geplante Neuaufstellung der Krankenhäuser in Deutschland. Dafür liegt nun auch offiziell ein Gesetzentwurf vor. Welchen Änderungsbedarf die Länder noch sehen.
Ein Schwerpunktversorger und ein Integriertes Gesundheitszentrum – die Verwandlung der Klinik-Standorte in Weilheim und Schongau ist ein nicht alltägliches Großprojekt. Clinotel-Chef Dr. Udo Beck begleitet es und hat jetzt Einblicke gewährt.
Aus dem 15. Bayerischen Krankenhaustrend geht hervor: 2022 waren sechs von zehn Häusern defizitär. 2023 rutschten sieben von zehn in die roten Zahlen. Es sei ein Skandal, dass Insolvenzen bei der Krankenhausreform bewusst eingeplant sind.
Gesundheitsminister Prof. Lauterbach trifft sich in den kommenden Tagen erneut mit Vertretern von Ländern, Kommunen, Selbstverwaltung und der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur geplanten Krankenhausreform. Der Zeitplan wird gehalten, ist er sich sicher.
Flächenländer wie Niedersachsen fürchten um ihre Krankenhäuser. Der bisherige Entwurf zur Krankenhausreform hätte u.a. dort Lücken, so eine Stimme auf der NKG-Podiumsdiskussion. Geklärt werden müsse auch, wo die fehlenden Finazmittel für die Kliniken herkommen sollen.
Am 24. April soll er in die Kabinettsabstimmung, jetzt ist er in den Ressorts: der Referentenentwurf zur Krankenhausreform. Doch nicht immer gilt: Ende gut, alles gut. Das Herzstück der Krankenhausreform liegt zwar vor, es hagelt jedoch reichlich Kritik – auch auf dem DRG Forum.
Ein staatlicher Online-Atlas soll künftig über Leistungen und Behandlungsqualität der Krankenhäuser in ganz Deutschland informieren. Am 22. März billigte der Bundesrat das Transparenzverzeichnis. Der Start ist für den 1. Mai geplant.