Bundesgesundheitsminister Lauterbach berät erneut mit den Ressortchefs der Länder über die geplante Neuaufstellung der Krankenhäuser in Deutschland. Dafür liegt nun auch offiziell ein Gesetzentwurf vor. Welchen Änderungsbedarf die Länder noch sehen.
Ein Schwerpunktversorger und ein Integriertes Gesundheitszentrum – die Verwandlung der Klinik-Standorte in Weilheim und Schongau ist ein nicht alltägliches Großprojekt. Clinotel-Chef Dr. Udo Beck begleitet es und hat jetzt Einblicke gewährt.
Aus dem 15. Bayerischen Krankenhaustrend geht hervor: 2022 waren sechs von zehn Häusern defizitär. 2023 rutschten sieben von zehn in die roten Zahlen. Es sei ein Skandal, dass Insolvenzen bei der Krankenhausreform bewusst eingeplant sind.
Gesundheitsminister Prof. Lauterbach trifft sich in den kommenden Tagen erneut mit Vertretern von Ländern, Kommunen, Selbstverwaltung und der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur geplanten Krankenhausreform. Der Zeitplan wird gehalten, ist er sich sicher.
Flächenländer wie Niedersachsen fürchten um ihre Krankenhäuser. Der bisherige Entwurf zur Krankenhausreform hätte u.a. dort Lücken, so eine Stimme auf der NKG-Podiumsdiskussion. Geklärt werden müsse auch, wo die fehlenden Finazmittel für die Kliniken herkommen sollen.
Am 24. April soll er in die Kabinettsabstimmung, jetzt ist er in den Ressorts: der Referentenentwurf zur Krankenhausreform. Doch nicht immer gilt: Ende gut, alles gut. Das Herzstück der Krankenhausreform liegt zwar vor, es hagelt jedoch reichlich Kritik – auch auf dem DRG Forum.
Ein staatlicher Online-Atlas soll künftig über Leistungen und Behandlungsqualität der Krankenhäuser in ganz Deutschland informieren. Am 22. März billigte der Bundesrat das Transparenzverzeichnis. Der Start ist für den 1. Mai geplant.
Robert Möller soll Helios neu aufstellen. Im Gespräch schildert der CEO, warum der Konzern trotz Krise im Markt wächst, die geplante Vorhaltefinanzierung kleine Kliniken nicht sichert – und warum Behandlungsqualität entscheidend für weiteres Wachstum ist.
Die Verlagerung von stationärer zu ambulanter Versorgung hat auch juristische Effekte. Rechtsanwältin Sylvia Manteufel erklärt am Beispiel einer Patient Journey, warum Kliniken unbedingt agieren statt reagieren sollten, wenn es um Ambulantisierung geht.
Es hagelt Kritik von den Krankenhausgesellschaften zum Transparenzgesetz. Es fehlten konkrete Zusagen, weshalb viele Insolvenzen noch vor der Krankenhausreform zu befürchten seien. Und auch der Milliarden-Fonds kann die Gemüter nicht besänftigen.
Dem Transparenzgesetz steht nichts mehr im Wege. Die Reform könnte Ende April ins Kabinett kommen. Bis zur Umsetzung dauert es noch, aber die Richtung steht fest. Wie Kliniken schon jetzt die Gesundheitsversorgung gestalten können.
Mit der Einführung von Hybrid-DRGs haben sich für Kliniken viele Probleme eröffnet. Unter anderem reißen diese ihnen die Mischkalkulation auseinander, und für die Abrechnung der Fälle fehlen sämtliche Voraussetzungen. Die aktuellen Herausforderungen im Überblick.
Monate hat es gedauert, doch nun sind die Verhandlungen zwischen Bund und Ländern endlich beendet. Zumindest beim Krankenhaustransparenzgesetz. Zudem wurde ein 50-Milliarden-Euro-Fonds für die Kliniken angekündigt.
Seit einem Jahr ist Sebastian Spottke Chef der Marienhaus-Gruppe und verantwortet den Schwerpunkt Krankenhäuser. kma hat mit dem 40-Jährigen über seine Entwicklung gesprochen und dabei u.a. erfahren, welche Stärken seine tägliche Arbeit erfordert – und auf welchen Werten sie basiert.
Über die Zukunft des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein wird intensiv beraten. Während die zwei Hauptgesellschafter Geld zuschießen, stehen vier kirchliche Stiftungen in der Kritik. Und zwei neue potenzielle Anteilseigner kommen ins Spiel.