Wie können sich Kliniken gegen Cyberangriffe, Stromausfälle oder Massenanfälle von Verletzten rüsten? kma sprach mit Werner Frenz, warum moderner Kritis-Schutz oft am Investitionsstau scheitert und was wir von Skandinavien lernen können.
Luftdichte Anzüge, Unterdruck und Polizei-Eskorte für Müll: Wie sich Schwabings Spezialstation der München Klinik auf oft tödliche Viren wie Ebola vorbereitet – und warum sie trotzdem lieber ungenutzt bleiben soll.
Der neue Gesundheitscampus in Köln wird konkreter: Vorgesehen sind Modernisierungen, zwei Neubauten und die Bündelung zentraler Versorgungsbereiche. Auch das unterirdische Krisenzentrum wurde mitgedacht – dessen Finanzierung ist jedoch offen.
In Berlin berieten ein Netzwerk aus Industrie, Bundeswehr und Hilfsorganisationen darüber, wie Medizintechnik die nationale Gesundheitsresilienz stärken kann. Zudem verabschiedete die Arbeitsgruppe ein Whitepaper mit Empfehlungen zum Gesundheitssicherstellungsgesetz.
Nach der Kritis-Fachtagung am 5. März in Berlin und der Bundeswehr-Übung Quadriga rückt das neue Kritis-Dachgesetz in den Fokus. Der Bundesrat hat diesem nun zugestimmt. Das ist gut, denn es herrscht großer Handlungsbedarf.
Die Bundeswehr trainiert einige Tage die Versorgung Verwundeter im Bündnisfall. Auch zivile Partner aus Berlin beteiligen sich bei der Übung „Medic Quadriga“. Eine der bisher größten Übungen für den Kriegsfall.
Sachsen-Anhalt braucht mehr Laborkapazität für Diagnostik und Analysen – vor allem für Krisenfälle. In Halle wird dafür nun ein eigenes Zentrum auf dem Gelände der Unimedzin gebaut. Es ist das erste und einzige in dem Bundesland.
Deutschlands Gesundheitssystem soll für den Katastrophen- und Verteidigungsfall gerüstet werden. Im Sommer will Ministerin Nina Warken dazu einen Gesetzesentwurf vorlegen, der Zuständigkeiten, Datenlage und Kapazitäten klar regeln soll.
NRW will seine Krankenhäuser besser auf Krisen vorbereiten und das KHGG dafür ändern: Einheitliche Vorgaben für Alarm- und Einsatzpläne sowie eine zentrale Koordinierung von Patienten soll es ab Herbst 2026 geben.
Hellstern medical wird künftig mit seinem OP-Assistenzsystem von einem NATO-Innovationsprogramm gefördert – damit soll ein Chirurg auch unter extremen Bedingungen, zum Beispiel in Kriegsszenarien, leistungsfähiger sein.
Am 3. Januar legte ein mutmaßlich linksextremer Brandanschlag in Berlin großflächig die Stromversorgung lahm. Auch das Immanuel Krankenhaus war betroffen. Welche Lehren zieht Geschäftsführer Roy J. Noack, der in dem Gebiet auch selbst wohnt?
Nach dem Stromausfall in Berlin zeigen sich Sachsens Kliniken optimistisch: Der Notstrom hält OP-Säle und Intensivstationen am Laufen – aber nur für eine begrenzte Zeit. Welche Maßnahmen zur Krisenvorsorge sind nötig und wo liegen die Grenzen?
Nach dem Stromausfall können vier betroffene Berliner Kliniken langsam aufatmen. Damit ist die Evakuierung dieser Häuser und die Verlegung von Patienten vom Tisch. Der Anschluss des ebenfalls betroffenen Theodor Wenzel Werks steht noch aus.
„Wir müssen unsere Krankenhäuser vor Luftangriffen schützen“, mahnt Gesundheitsminister Philippi. Zur nächsten GMK hat er deshalb die Nato eingeladen – und schlägt erste Lösungen vor.
Forschung für den Ernstfall: Die Medizinische Hochschule Hannover und das Bundeswehrkrankenhaus Westerstede arbeiten künftig enger zusammen. Sie wollen unter anderem ein Institut für Wehrmedizin in Hannover gründen.
Die AKG-Kliniken haben Dr. Johannes Danckert als Nachfolger von Clemens Maurer in den Vorstand gewählt. Der Vivantes-Chef engagiert sich stark für das Thema Krisenresilienz, dem sich künftig ein neuer Arbeitskreis der Allianz widmet.
Investitionen in Milliardenhöhe sind nötig, um die Krisenresilienz deutscher Krankenhäuser deutlich zu stärken, das zeigt eine neue DKG-Studie. Besonders in den Bereichen Cybersecurity, Personal und der Lagerhaltung medizinischer Vorräte.