Bisher protestierten meist Krankenhaus- und Fachgesellschaften gegen die Pläne des BMG zur Krankenhausreform. In Lübeck gingen nun Pflegekräfte und Ärzte auf die Straße. Lauterbach kündigt eine Stärkung des Pflegeberufs an.
Der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung macht ernst: Im Kampf gegen die Krankenhausreform hat er eine Beschwerde an die EU-Kommission geschickt. Die KBV sieht einen Verstoß gegen das EU-Beihilferecht.
Die Volksinitiative „Gesundheit ist keine Ware“ setzt sich für einen Krankenhaus-Rettungsfonds ab 2025 sowie mehr Stipendien für Landärzte in Brandenburg ein. Nachdem jetzt 22 383 gültige Unterschriften gesammelt wurden, werden die Forderungen Thema im Landtag.
Nach massiver Kritik der DKG und medizinischer Fachgesellschaften am Klinik-Atlas, reagiert das Bundesgesundheitsministerium. Es kündigte an, regelmäßige Updates vorzunehmen. Der Union geht das nicht weit genug. Sie fordert eine sofortige Abschaltung.
Die Landesregierung in Sachsen-Anhalt will das Uniklinikum Magdeburg wegen baulicher Mängel grundlegend erneuern. Die FDP hingegen hat noch Klärungsbedarf angesichts der geplanten Großinvestition und will Antworten auf „strukturelle Fragen“.
Sie ist seit Ende 2023 Bayerns Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention. Judith Gerlach erzählt, wie sie der Krankenhausreform gegenübersteht, welche Pläne sie hat und auf welchen Werten ihr Engagement basiert. Ein Porträt.
Die geplante Neuordnung der Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen wird konkreter. Das Gesundheitsministerium hat erste Pläne für die neue Struktur veröffentlicht. Noch ist nichts endgültig.
Seit kurzem ist der Bundes-Klinik-Atlas des Bundesgesundheitsministeriums online. Minister Lauterbach spricht von einem „Wegweiser durch den Krankenhaus-Dschungel“. Kritiker vermissen den Mehrwert und sehen noch mehr Bürokratie für die Kliniken.
Die Krankenhausreform passierte am 15. Mai nach mehrmonatigem Abstimmungsprozess das Bundeskabinett. Doch die Gesundheitsbranche ist aufgebracht, ebenso die Länder, denn bisher hat Lauterbach keine Verbesserungsvorschläge angenommen.
Das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) ist als Entwurf vom Bundeskabinett heute beschlossen worden. Mit ihm wird die Finanzierung der stationären Versorgung auf neue Füße gestellt. Was sich sonst noch verändert und die Reaktionen im Überblick.
An der Vorhaltefinanzierung – wesentlicher Punkt der Lauterbachschen Krankenhausreform – scheiden sich die Geister. Sebastian Spottke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Marienhaus-Gruppe, legt seinen Blick auf die Dinge dar.
Ein moderne, bedarfsgerechte Krankenversorgung ist laut Regierungskommission nötig, um die Sektorengrenzen im deutschen Gesundheitswesen zu bezwingen. Dazu müsse u.a. die ambulante und stationäre Versorgung besser miteinander verschränkt werden.
Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sieht sich mit Kritik der CDU konfrontiert. Sepp Müller moniert, es gehe nicht schnell genug voran beim Umbau der Krankenhauslandschaft. Es bräuchte zusätzlich finanzielle Unterstützung.