Es wirkt wie ein Kampf um die Transparenz-Hoheit: Parallel zum Bundes-Klinik-Atlas hat die DKG ihr Krankenhausverzeichnis überarbeitet. Sie verspricht mehr Infos und neue Funktionen, und das Ministerium nennt einen konkreten Starttermin für seinen Atlas.
Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher warnt vor den Folgen der geplanten Krankenhausreform für dünn besiedelte Regionen wie die Prignitz. Wo die Schwachstellen der Reform für diese Gebiete liegen.
Die Bund-Länder-Runde zur Krankenhausreform endete erneut mit Uneinigkeit. Während Lauterbach weiterhin die Zustimmungspflicht der Länder ablehnt, drohen diese mit einer Verfassungsklage. Gegenwind kommt auch von den Kassen.
Bundesgesundheitsminister Lauterbach berät erneut mit den Ressortchefs der Länder über die geplante Neuaufstellung der Krankenhäuser in Deutschland. Dafür liegt nun auch offiziell ein Gesetzentwurf vor. Welchen Änderungsbedarf die Länder noch sehen.
Aus dem 15. Bayerischen Krankenhaustrend geht hervor: 2022 waren sechs von zehn Häusern defizitär. 2023 rutschten sieben von zehn in die roten Zahlen. Es sei ein Skandal, dass Insolvenzen bei der Krankenhausreform bewusst eingeplant sind.
Gesundheitsminister Prof. Lauterbach trifft sich in den kommenden Tagen erneut mit Vertretern von Ländern, Kommunen, Selbstverwaltung und der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur geplanten Krankenhausreform. Der Zeitplan wird gehalten, ist er sich sicher.
Die Bundesländer Berlin und Brandenburg wollen bei der Gesundheitsversorgung enger zusammenarbeiten. Das erklärte Ziel der engeren Verzahnung: Der Erhalt aller 54 Krankenhausstandorte.
Hamburg will die Investitionskosten für seine Kliniken nicht mehr allein aufbringen. Schleswig-Holstein und Niedersachsen würden vom regionalen medizinischen Zentrum profitieren und sollen sich daher künftig an den Kosten beteiligen.
Flächenländer wie Niedersachsen fürchten um ihre Krankenhäuser. Der bisherige Entwurf zur Krankenhausreform hätte u.a. dort Lücken, so eine Stimme auf der NKG-Podiumsdiskussion. Geklärt werden müsse auch, wo die fehlenden Finazmittel für die Kliniken herkommen sollen.
Die Kliniken in Baden-Württemberg können sich über eine Finanzspritze des Landes freuen. 248 Millionen Euro für neue Technik sowie Neu- und Umbauten sieht das Jahreskrankenhausbauprogramm 2024 vor.
Niedersachsens Kommunen können die Finanzlast zum Ausgleich der Defizite bei den Krankenhäusern nicht länger alleine tragen. Der Niedersächsische Städtetag fordert daher mehr Geld vom Land.
Mit einer Landarztquote für angehende Medizin-Studenten will Niedersachsen dem Ärztemangel entgegenwirken – doch das Interesse an den Plätzen fiel im ersten Jahr geringer aus als erhofft. Nicht alle Studienplätze konnten besetzt werden.
Der Aufbau einer staatlichen Medizinischen Uni in Cottbus ist beschlossene Sache. Das Brandenburger Kabinett hat die Gründung entschieden – und hofft auf ein bundesweit beachtetes Modell, denn es gibt einen besonderen Schwerpunkt.
Am 24. April soll er in die Kabinettsabstimmung, jetzt ist er in den Ressorts: der Referentenentwurf zur Krankenhausreform. Doch nicht immer gilt: Ende gut, alles gut. Das Herzstück der Krankenhausreform liegt zwar vor, es hagelt jedoch reichlich Kritik – auch auf dem DRG Forum.
Ein staatlicher Online-Atlas soll künftig über Leistungen und Behandlungsqualität der Krankenhäuser in ganz Deutschland informieren. Am 22. März billigte der Bundesrat das Transparenzverzeichnis. Der Start ist für den 1. Mai geplant.