Einig sind sich alle: Es bedarf einer Notfallreform. Darüber, wie nah die Vorschläge der Regierungskommission der notwendigen Reform kommen, wird noch diskutiert. Über die Hoffnung auf Vereinheitlichung, faire Vergütung und erweiterte Zuständigkeiten.
Rund acht Milliarden Euro weniger sollen dem Bundesgesundheitsministerium für seine Arbeit im kommenden Jahr zur Verfügung stehen. Eine Entwicklung, die bei vielen Beteiligten auf Kritik stößt. Wo gekürzt wird und wo nicht.
Einheitliche Länder-Standards, ein höherer Digitalisierungsgrad, und mehr Befugnisse – so lässt sich die Empfehlung der Regierungskommission zur Reform des Rettungsdienstes wohl zusammenfassen. Was die Pläne im Einzelnen bedeuten.
Thüringen zeigt sich optimistisch, was die Anzahl seiner Krankenhäuser nach der Krankenhausreform angeht. Man erwarte nicht weniger Häuser, aber andere. Eine Auswirkungsanalyse soll unterstützen.
Um ihre Krankenhäuser vor der Insolvenz zu schützen, investieren in Niedersachsen allein zehn Städte über 350 Millionen Euro. Und das ist nur der Betrag für 2023. Der Niedersächsische Städtetag schlägt Alarm bei der Landesregierung.
Wegen möglicher Engpässe bei Arzneimitteln für Kinder wandte sich Bundesgesundheitsminister Lauterbach an den Pharma-Großhandel. Für gut 30 Präparate könnte „eine angespannte Versorgungssituation entstehen“.
Die Aktuhilfe für Baden-Württembergs Krankenhäuser schreitet voran. Das Kabinett hat zugestimmt, 126 Millionen Euro für durch die Corona-Pandemie entstandene Kosten auszubezahlen. Die BWKG ist trotzdem nicht zufrieden.
Das Defizit der niedersächsischen Krankenhäuser wird sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln. Krankenhausgesellschaft und Minister Philippi haben über die Zukunft der Kliniken gesprochen. Die Zeit drängt.
In der kommenden Woche will Baden-Württemberg ein millionenschweres Rettungspaket für seine Krankenhäuser auf den Weg bringen. Das Geld soll es laut Medienberichten ohne Antrag geben.
In Rheinland-Pfalz fordern die Freien Wähler finanzielle Unterstützung des Landes für insolvente Krankenhäuser wie die der DRK. Das Land habe Rücklagen für die vorrübergehende Absicherung bedrohter Kliniken, so Helge Schwab.
Das BMG hat einen Entwurf zum „Krankenhaustransparenzgesetz“ vorgelegt. Ab 2024 sollen so Bürger*innen online Informationen über alle deutschen Kliniken erhalten. Für DKG-Chef Gaß ein „Trojanisches Pferd der Krankenhausreform“.
Ein zentraler Pfeiler der Krankenhausreform ist die Vorhaltefinanzierung. Im Gespräch mit kma schildert Prof. Heinz Lohmann, warum das Konzept ein fataler Rückfall zum alten Kostendeckungsprinzip ist und warum weiterentwickelte DRGs sinnvoller wären.
Kinderärzte-Präsident Dr. Thomas Fischbach hat eine Sondergebühr für Eltern vorgeschlagen, die ohne akuten Bedarf mit ihren Kindern den Notdienst aufsuchen. Sowohl DKG als auch das Bundesgesundheitsministerium zeigten sich wenig begeistert.
Weniger, aber besser – laut aktuellen Eckpunkten das Ziel der Krankenhausreform. Besonders für kleinere Krankenhäuser wird es eng, wenn diese Richtung beibehalten wird. Hessen ist besorgt um seine Kliniklandschaft.
Ab 2024 steigt die Anzahl an Frühchen, die pro Jahr in einem Klinikum behandelt werden müssen, um eine Frühchenstation zu erhalten, von 20 auf 25. Eine Vorgabe, die sogar in großen Versorgungszentren wie Cottbus und Potsdam Kopfschütteln auslöst.