Die Landesregierung in Sachsen-Anhalt will das Uniklinikum Magdeburg wegen baulicher Mängel grundlegend erneuern. Die FDP hingegen hat noch Klärungsbedarf angesichts der geplanten Großinvestition und will Antworten auf „strukturelle Fragen“.
Sie ist seit Ende 2023 Bayerns Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention. Judith Gerlach erzählt, wie sie der Krankenhausreform gegenübersteht, welche Pläne sie hat und auf welchen Werten ihr Engagement basiert. Ein Porträt.
Die geplante Neuordnung der Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen wird konkreter. Das Gesundheitsministerium hat erste Pläne für die neue Struktur veröffentlicht. Noch ist nichts endgültig.
Seit kurzem ist der Bundes-Klinik-Atlas des Bundesgesundheitsministeriums online. Minister Lauterbach spricht von einem „Wegweiser durch den Krankenhaus-Dschungel“. Kritiker vermissen den Mehrwert und sehen noch mehr Bürokratie für die Kliniken.
Die Krankenhausreform passierte am 15. Mai nach mehrmonatigem Abstimmungsprozess das Bundeskabinett. Doch die Gesundheitsbranche ist aufgebracht, ebenso die Länder, denn bisher hat Lauterbach keine Verbesserungsvorschläge angenommen.
Das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) ist als Entwurf vom Bundeskabinett heute beschlossen worden. Mit ihm wird die Finanzierung der stationären Versorgung auf neue Füße gestellt. Was sich sonst noch verändert und die Reaktionen im Überblick.
An der Vorhaltefinanzierung – wesentlicher Punkt der Lauterbachschen Krankenhausreform – scheiden sich die Geister. Sebastian Spottke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Marienhaus-Gruppe, legt seinen Blick auf die Dinge dar.
Ein moderne, bedarfsgerechte Krankenversorgung ist laut Regierungskommission nötig, um die Sektorengrenzen im deutschen Gesundheitswesen zu bezwingen. Dazu müsse u.a. die ambulante und stationäre Versorgung besser miteinander verschränkt werden.
Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sieht sich mit Kritik der CDU konfrontiert. Sepp Müller moniert, es gehe nicht schnell genug voran beim Umbau der Krankenhauslandschaft. Es bräuchte zusätzlich finanzielle Unterstützung.
Experten kommen zu dem Schluss, dass die Kliniken in Thüringen ihre Bettenzahl reduzieren sollten. 2022 waren nur 65 Prozent ausgelastet. Ein Abbau würde laut Gutachten die Versorgung nicht gefährden, sondern sogar personelle Ressourcen einsparen.
Kleinere Kliniken im ländlichen Raum haben es oft schwer. Deshalb startet Bayern Anfang Mai ein Förderprogramm, um ihnen unter die Arme zu greifen. Binnen fünf Jahren sollen 100 Millionen Euro fließen.
Mit einer einstimmigen Stellungnahme zum Referentenentwurf für die geplante Krankenhausreform haben sich die Bundesländer jetzt an den Gesundheitsminister gewandt. Ihr Urteil: „bisher ungenügend“. Die Liste der Kritikpunkte ist lang.
Der Krankenhausreport 2024 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK berichtet von anhaltenden Qualitätsproblemen bei der Versorgung von Krebs- und Notfallpatienten. Die DKG widerspricht heftig.