Das St. Antonius Krankenhaus Köln nutzt künftig einen neuen herstellerunabhängigen Datenspeicher. Fehleranfällige Schnittstellen sollen durch den zentralen Datenknotenpunkt der Vergangenheit angehören.
Auch die Unimedizin Rostock (UMR) stellt jetzt auf digitale Patientenakten um und setzt dabei auf das System Checkpad MED. Eine Klinik nutzt die Lösung bereits, bis Ende 2024 soll sie in der gesamten UMR eingeführt werden.
Im vergangenen Oktober hat Softwarehersteller SAP mit der Ankündigung des Endes der IT-Branchenlösung IS-H ernst gemacht. Eine Umfrage unter den betroffenen Kliniken zeigt jetzt: Die Hälfte der Teilnehmenden hat noch gar keine Alternative für die auslaufende Software.
Im Oktober 2022 hat SAP das Ende der IT-Branchenlösung IS-H verkündet, die Funktionen für das Patienten- und Abrechnungsmanagement ermöglicht. Viele Kliniken nutzen IS-H noch und suchen Nachfolgelösungen. Auch die Telekom bietet nun Ersatz.
Im Bundesgesundheitsministerium werden Gesetze zur Digitalisierung und Datennutzung vorgestellt und die Branche schreit auf – auch, weil beide Texte durchaus Lücken aufweisen. Aber: Wann lernen wir, dass sich Fortschritt nicht aufhalten lässt?
Zehn Millionen Euro investiert die Hertie-Stiftung in das neue Hertie Institute for Artificial Intelligence in Brain Health an der Universität Tübingen. Es erforscht Prävention und frühe Diagnose von Erkrankungen des Nervensystems mithilfe von Methoden der künstlichen Intelligenz.
Weil die Sorge vor möglichen Blackouts wächst, sollen sich die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen stärker darauf vorbereiten. Um die Notstromversorgung zu verbessern, stellt ihnen das Land rund 100 Millionen Euro bereit.
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Mehr als 370 Millionen Euro aus dem Krankenhauszukunftsfonds sollen künftig für die Digitalisierung und IT-Sicherheit der Kliniken aus Niederbayern, der Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken und Schwaben eingesetzt werden.
Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) startet das Zentrum „Health Technologies“. Forschende wollen dort digitale und technologische Lösungen für Medizinprodukte zum Nutzen der Gesellschaft entwickeln.
Jedes Jahr gibt es über eine Milliarde Suchanfragen und Videoaufrufe zu Gesundheitsthemen auf Youtube. Ab diesem Jahr bietet die Plattform ein Health-Label für fundierte Informationsquellen wie z.B. Krankenhäuser und staatliche Einrichtungen an.
Die Krankenhausstrukturreform wird Milliarden kosten. Das KHZG ist längst nicht umgesetzt – und zeigt, dass Geld allein die Probleme nicht löst. Für die KIS-Lösungen hierzulande stehen Umwälzungen epischen Ausmaßes an. Ein Kommentar von Dr. Peter Gocke.
Dienstpläne in der Pflege sind ein gewaltiges Problem und Ärgernis. Das Potsdamer Start-up Crewlinq hat eine App-Lösung für das Ausfallmanagement entwickelt, die zufriedenere Beschäftigte und zudem hohe Einsparungen verspricht. Investoren ist das einen Millionen-Betrag wert.
Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) soll eigentlich den Bürokratieaufwand im Gesundheitswesen verringern. Bisher verursacht sie allerdings technische Probleme und dadurch Mehraufwand in den Praxen, so die Kassenärztliche Vereinigung.
In Sachen KHZG befinden wir uns längst in der zweiten Halbzeit – und damit in der entscheidenden Spielphase. Der Druck nimmt von allen Seiten zu. Und trotzdem muss der Blick klar auf die Zukunft ausgerichtet bleiben.