Trotz großer Versprechen bleibt die Anpassung der Krankenhausreform hinter den Erwartungen zurück. Verbände und Kassen kritisieren fehlende Qualitätskriterien. Sie fordern weiterhin Nachbesserungen.
Das Warten hat ein Ende: Das Bundeskabinett hat das KHAG beschlossen. Während Gesundheitsministerin Warken von Fortschritt spricht, kritisieren Krankenkassen und Klinikverbände vor allem die eingeschränkten Länderkompetenzen.
Die Krankenhausreform soll weiterentwickelt werden, nicht verwässert – darauf pocht die SPD. Streitpunkte waren die Bezahlung nach Leistungsgruppen sowie der Transformationsfonds. Heute soll der Entwurf durch das Kabinett gehen.
Das Verschieben ist offensichtlich vorbei: Am 8. Oktober soll das Bundeskabinett den KHAG-Entwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken beschließen. Ein Kompromiss zwischen Union und SPD war lange heftig umstritten.
Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin warnt vor Einschränkungen der Länderrechte bei der Krankenhausreform. Dabei geht es nicht nur um die Frage, welche Klinik welche Leistung anbietet.
Die Pläne für die sektorenübergreifende Versorgung stoßen auf Kritik. Mehrere Klinik-Träger und die AOK wünschen sich flexiblere Vorgaben zu Leistungen und regionale Lösungen. Auch die Finanzierung müsse gesichert sein.
Erhöhter Druck auf Berlin: Die Länder warten weiter auf zentrale Zusagen zur Krankenhausreform. BW-Gesundheitsminister Lucha sieht noch deutlichen Nachbesserungsbedarf am KHAG.
Die Verschiebung des KHAG-Beschlusses führt zu Unsicherheiten für die Bundesländer, Krankenhäuser und den Medizinischen Dienst. Das habe weitreichende Folgen, mahnt Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi.
Die Klinik in Wittstock schreibt schwarze Zahlen, dennoch will der Betreiber das Haus zu Anfang 2027 schließen. Warum die Gesundheitsministerin darin keine Gefahr für die regionale Versorgung in der Prignitz sieht.
Die Krankenhausreform und ihre Anpassungen werden weiter verhandelt – eine Entscheidung im Kabinett fällt heute nicht. Der Gesetzentwurf soll später eingebracht werden.
Beim Krankenhausgipfel in Berlin pocht die DKG weiterhin auf eine Reformkorrektur: Vorhaltefinanzierung aussetzen, Bürokratie abbauen und Hybrid-DRGs überarbeiten – nur so ließen sich die Kliniken zukunftsfähig gestalten.
Die geplanten Nachbesserungen an der Krankenhausreform stoßen auf Kritik – doch das Gesundheitsministerium hält dagegen: Die Reform werde praxistauglich gemacht, ohne das Ziel von mehr Qualität und Effizienz aus den Augen zu verlieren.
Geldnot, Personalmangel, unzureichende Krisenvorsorge: Kliniken in Baden-Württemberg stehen unter massivem Druck. Die politisch gewollten Reformen müssten finanziell auch unterfüttert werden, fordert der BWKG-Chef Heiner Scheffold.
Berlin droht Millionen aus dem Transformationsfonds zu verlieren. Ohne ausreichende Landesmittel steht die Krankenhausreform auf der Kippe – mit gravierenden Folgen für die Versorgung. Nun schlägt ein Bündnis Alarm.
Der Krankenhaustransformationsfonds bringt 50 Milliarden Euro in die Kliniklandschaft – doch wer Mittel will, muss wirtschaftlich überzeugen. Fehlende Daten, knappe Ressourcen und lange Prüfzeiten erschweren den Zugang.