In kleinen Schritten nähern sich Bund und Länder der Krankenhausreform. Eine Einigung auf Eckpunkte gibt es bisher aber nicht. Diese könnte auch am Montag auf sich warten lassen: Denn es gibt noch sechs offene Baustellen.
In Thüringen wollen sich zwei kommunale Krankenhäuser zusammenschließen. Ziel ist, die Leveleinteilung der Krankenhausreform für beide Standorte optimal zu gestalten. Ein Konzept dazu wird nun ausgearbeitet.
Die Länder wollen vom Bund mehr Geld für ihre Kliniken. Dem erteilte Lauterbach bei der Gesundheitsministerkonferenz eine eindeutige Absage. Es seien keine Vorschaltmittel verfügbar, sagte er. Ob der Knoten bis Donnerstag noch platzt ist fraglich.
Die Gesundheitsministerkonferenz am Bodensee steht kurz vor dem Start. Minister Lucha fordert dringend eine Einigung, während Minister Lauterbach eher nicht davon ausgeht, dass es heute zu einer Übereinkunft kommt.
Zwischen Demonstration und Diskussionsbedarf – am 5. und 6. Juli tagen die Gesundheitsminister am Bodensee. Wo Lauterbachs angekündigte Revolution des Gesundheitswesens steht und mit welchem Gegenwind zu rechnen ist.
Kleine Krankenhäuser haben es wirtschaftlich extrem schwer, zu überleben. Niedersachsen setzt für solche Häuser auf Regionale Gesundheitszentren. Vorreiter ist eine Klinik in Ankum, andere Häuser sollen folgen – es gibt aber auch deutliche Kritik.
Aufschub statt Einigung – die Eckpunkte zur Krankenhausreform sollen am 10. Juli vorgestellt werden. Über die Ergebnisse der Bund-Länder-Verhandlungen am 29. Juni reagierten viele enttäuscht.
Nach den Gesprächen der Bund-Länder-Gruppe zur Krankenhausreform gab es erneut keine finale Einigung. „Es sind noch Punkte offen“, so Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach. Eine Verständigung auf Eckpunkte einer Reform sieht er jedoch in greifbarer Nähe.
In der heutigen Bund-Länder-Runde sollen die Eckpunkte der Krankenhausreform finalisiert werden. Im Vorfeld machten Bund und Minister Lauterbach noch einmal deutlich, dass an Qualitätsvorgaben und Level-Einteilung festgehalten werde.
Voraussichtlich in der kommenden Woche sollen die Eckpunkte für die Krankenhausreform beschlossen werden. Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Lauterbach soll der Gesetzentwurf dann über den Sommer finalisiert werden.
Würde sich Patientenversorgung zukünftig auf Kliniken mit hohen medizinischen Qualitätsstandards konzentrieren, könnten viele Todesfälle vermieden werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Potenzialanalyse der Regierungskommission zur Krankenhausreform.
Eine pauschale Auszahlung von 2,5 Milliarden Euro aus dem Energiehilfe-Programm des Bundes fordert Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi. Die Auszahlung an die Krankenhäuser müsse noch vor der Sommerpause erfolgen.
Nicht nur ein Slogan: Ihr Aktionstags-Motto „Alarmstufe Rot – Krankenhäuser in Not“ beschreibt für Deutschlands Kliniken die aktuelle Lage. Bei der zentralen Kundgebung in Berlin präsentierte ein ungewohnt breites Bündnis seine Forderungen.
158 Millionen Euro Minus – damit sieht es im Geschäftsjahr 2022 der AOK Plus besser aus, als noch im Vorjahr. Was die größten Kostenfaktoren waren und warum das Jahr besser gelaufen ist als erwartet.
Bis zur geplanten Krankenhausreform könnten einigen Kliniken schon die finanziellen Mittel ausgehen. Auf dem Aktionstag „Alarmstufe Rot – Krankenhäuser in Not“ fordern Träger und Kliniken nun nachhaltige Unterstützung.