Das Klinikum Ingolstadt rechnet auch für dieses Jahr mit roten Zahlen. Nachdem für das Jahr 2022 bereits von Defiziten in Höhe von 13 Millionen Euro ausgegangen wird, soll sich der Betrag für 2023 noch steigern.
Im Ringen um die Imland Kliniken wird jetzt mit drei Kaufinteressenten verhandelt. Aber es gibt noch andere Optionen. Viel diskutiert wird etwa eine Fusion mit dem Städtischen Krankenhaus Kiel.
In Sachen KHZG befinden wir uns längst in der zweiten Halbzeit – und damit in der entscheidenden Spielphase. Der Druck nimmt von allen Seiten zu. Und trotzdem muss der Blick klar auf die Zukunft ausgerichtet bleiben.
Im Zuge der geplanten Krankenhausreform könnten viele Klinikstandorte verschwinden. Zudem werden Patienten längere Wege in Kauf nehmen müssen. Zu diesem Schluss kommt eine von der DKG beauftragte Auswirkungsanalyse.
Notfallzentren und integrierte Leitstellen sollen künftig eine schnellere und effektivere Versorgung garantieren. Das empfiehlt die Regierungskommission in ihrer neuesten Stellungnahme.
Die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG) sieht nicht nur ihre kleinen Kliniken in Gefahr. Sie ist auch der Meinung, wenn es eine Folgeabschätzung des Reformvorschlags gegeben hätte, wäre das Konzept nie veröffentlicht worden.
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Die Reformpläne von Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach stoßen in Bayern erneut auf wenig Zustimmung. Bestärkt durch die Ergebnisse eines neuen Gutachtens droht Gesundheitsminister Klaus Holetschek mit einer Klage gegen die Krankenhausreform.
Im Sommer soll der neue Gesetzentwurf zur Krankenhausreform vorliegen. Das Einrichtungen künftig keine kompletten Hauptfachabteilungen für einen Klinik-Status bräuchten, sieht RP-Gesundheitsminister Clemens Hoch positiv.
Für die Zukunft der Krankenhäuser im oberbayerischen Weilheim und Schongau prüfen die Verantwortlichen nach dem unerwarteten Bürgerentscheid zwei Modelle. Bei Variante zwei fällt ein Haus weg.
Sorge um den Erhalt kleiner Kliniken auf dem Land gibt es auch in Brandenburg. Der Städte- und Gemeindeverbund kritisiert in einem Positionspapier die Pläne zur Krankenhausreform.
Für Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi zählt bei der Krankenhausreform eine angemessene Erreichbarkeit in ländlichen Gebieten. Auch stehe für ihn das Patientenwohl vor der Gewinnorientierung.
Auf der Agenda der ersten digitalen Gesundheitsministerkonferenz im neuen Jahr stand wieder die Krankenhausreform. Dem BWKG-Vorsitzenden Heiner Scheffold ist die These „Groß ist gut“ zu schlicht, für ihn stehe der Bedarf der Menschen im Zentrum.
Fast eine Milliarde Euro sollen im Doppelhaushalt 2023/24 für Investitionen in hessische Krankenhäuser zur Verfügung stehen. Gesundheitsminister Kai Klose verweist auf eine „massive Erhöhung“ der Pauschalfördermittel.
Marode, teuer, unwirtschaftlich? Mit der Krankenhausreform wollen Bund und Länder den Kollaps der Klinikversorgung verhindern. Der Weg zur nächsten Klinik ist da gar nicht so wichtig, findet der neue Chef der Gesundheitsministerrunde, Manne Lucha.
Die in betroffenen Regionen von Protesten begleiteten Schließungen von Kinderkliniken und Geburtenstationen gelten als Symptom für eine verfehlte Krankenhausfinanzierung. Die soll nun geändert werden. Für diese Reform macht MV seine besonderen Bedingungen geltend.