Marode, teuer, unwirtschaftlich? Mit der Krankenhausreform wollen Bund und Länder den Kollaps der Klinikversorgung verhindern. Der Weg zur nächsten Klinik ist da gar nicht so wichtig, findet der neue Chef der Gesundheitsministerrunde, Manne Lucha.
Die in betroffenen Regionen von Protesten begleiteten Schließungen von Kinderkliniken und Geburtenstationen gelten als Symptom für eine verfehlte Krankenhausfinanzierung. Die soll nun geändert werden. Für diese Reform macht MV seine besonderen Bedingungen geltend.
Kleine Kliniken in ländlichen Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern leiden besonders unter dem aktuellen DRG-System. Änderungen sind geplant. Die politische Debatte dazu läuft.
Gleich zwei Mal in kurzer Folge forderten Bürgerinitiativen die Erhaltung bestehender Krankenhausstrukturen, obwohl deren Unterhaltung kaum noch zu finanzieren ist. Doch die eigentliche Entscheidung über künftige Versorgungsangebote fällt längst außerhalb kommunaler Befugnisse.
Ein Gutachten soll die Krankenhausversorgung im Land Bremen zukunftssicher machen. Im Fokus steht eine trägerübergreifende Schwerpunktbildung und die Vorhaltung von je einem Maximalversorger für Bremen und Bremerhaven.
2023 stehen große Reformen im Gesundheitswesen an. Anfang Februar will die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) eine Auswirkungsanalyse vorlegen. Dabei geht es insbesondere um die Klinikstandorte ohne Notfallversorgung.
Am Tag nach den Beratungen der Bund-Länder-Gruppe zur Krankenhausreform betonte NRW-Minister Karl-Josef Laumann noch einmal, dass die Krankenhausstruktur in den Händern der Länder bleiben müsse. NRW werde seinen begonnenen Weg fortsetzen.
Bund und Länder haben sich auf einen straffen Zeitplan für die Krankenhausreform geeinigt. Noch im Januar sollen demnach gemeinsame Verhandlungen auf Arbeitsebene beginnen, auf Grundlage der Empfehlungen der Regierungskommission. Schon jetzt ist aber klar: Die Länder wollen bei der Reform ein gewichtiges Wort mitreden.
Am Mittag findet das Bund-Länder-Treffen zur geplanten Krankenhausreform statt. Große Hoffnungen werden in die Reform gesetzt, die DKG fordert allerdings dringend einen Prozess- und Zeitplan. UKSH-Chef Scholz sprach sich für eine Klinik-Reduzierung aus.
Sowohl die DKG als auch der Bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek kritisieren im Vorfeld der Bund-Länder-Gespräche erneut die Vorschläge der Regierungskommission. Reine Umverteilung reiche nicht, es bedürfe zusätzlicher finanzieller Mittel.
Am 5. Januar soll erstmals die Bund-Länder-Gruppe über die Krankenhausreform beraten. Der Marburger Bund fordert im Vorfeld die gesamten patientennahen Personalkosten aus den Fallpauschalen herauszunehmem.