Die von der Inflation getriebenen Baukosten machen den Kliniken zu schaffen. Den Berliner Krankenhäusern zahlt die Senatsverwaltung daher jetzt eine Millionen-Finanzspritze zur Kompensation aus.
Bei den Helios Weißeritztal-Kliniken in Sachsen wird sich 2024 einiges ändern. Wie die Klinikgruppe bekannt gab, wird der Standort in Dippoldiswalde zum Gesundheitszentrum. Alle stationären Leistungen wandern damit nach Freital.
Der christliche Klinikträger ViDia wird zum Jahreswechsel zwei seiner Frauenkliniken zusammenlegen. Während sich die Arbeit künftig in der Edgar-von-Gierke-Straße konzentriert, wird der Standort Diakonissenstraße Anfang 2024 geschlossen.
Der Landkreis Kassel arbeitet derzeit an einem Zukunftskonzept für die Gesundheitsversorgung. Betetiligt daran sind auch die Kreiskliniken Kassel. Konkrete Ergebnisse werden allerdings erst im April erwartet.
Der Personalabbau am SRH Klinikum Sigmaringen läuft wie geplant. Für schwarze Zahlen in 2024 reichen die Sparmaßnahmen aber wahrscheinlich nicht. Deshalb schießen die Gesellschafter weitere sechs Millionen Euro zu.
Die insolventen St. Vincenz Kliniken bleiben in der Trägerschaft der Paderborner Vincentinerinnen. Die Gläubigerversammlung hat dem Angebot der Schwestern für ihre eigenen Kliniken zugestimmt.
Bundesweit betreiben die Johanniter schon bald 21 Krankenhäuser. Mit dem Jahreswechsel gliedert der Konzern zwei weitere Einrichtungen in Hamm und ein Haus in Gronau ein. Das Verfahren zog sich lange hin.
Bei der Diakonie Niedersachen gibt es künftig nicht nur mehr Geld, sondern auch mehr Urlaub. Ebenfalls wurde der Kirchenaustritt als Kündigungsgrund im Rahmen der Tarifeinigung mit dem Marburger Bund aus dem Rahmenvertrag gestrichen.
Aktuell kennt die Defizit-Entwicklung beim Klinikverbund Südwest nur eine Richtung: nach oben. Für 2023 prognostizieren die Verantwortlichen jetzt ein Minus von rund 57 Millionen Euro. Die zwei Trägerlandkreise positionieren sich eindeutig.
Die Mühlenkreiskliniken wollen sich von fünf auf drei Standorte verkleinern. Um Kosten zu sparen, sollen die beiden seit langem geplanten Neubauten nun etwas kleiner ausfallen. Nach langem Hin und Her ist der Zeitplan sportlich.
Eine weitere Klinik Bayerns meldet ein Insolvenzverfahren: Das 1867 gegründete Diakoniewerk München-Maxvorstadt will seine 87-Betten-Klinik, sein Kompetenzzentrum für Gesundheit und Pflege und alle 350 Arbeitsplätze retten.
In Brandenburg stehen einige Krankenhäuser vor dem Kollaps: Schon 2024 zeichnet sich eine Pleitewelle ab. Bürger protestieren, doch schnelle Rettung ist nicht in Sicht. Gesundheitsminister Lauterbach steht in der Kritik.
In Mainz ist am 9. Dezember in großen Teilen der Strom ausgefallen. Betroffen davon war auch die Universitätsmedizin. Vorsorglich gab es einen Patientenstopp.
Von der Fusion mehrerer Kliniken verspricht sich die Region Landshut viel. Auch die noch frische Kooperation mit dem Medizincampus Niederbayern soll die medizinische Versorgung beflügeln. Zum Thema Stellenabbau gab es klare Worte.
Das insolvente St. Elisabeth Krankenhaus Lahnstein muss dringend ein Restrukturierungskonzept vorstellen. Der Fokus auf Altersmedizin könnte dabei ein erster Schritt zur finanziellen Stabilität sein. Was und wer bleibt.