Nach einer langen Verlustphase weist der Reha-Betreiber Mednation zum zweiten Mal in Folge einen Gewinn aus. Dieser dürfte sich 2025 weiter erhöhen. Ob sich das auch auf den Aktienkurs auswirken wird, bleibt abzuwarten.
Die Hospitalvereinigung der Cellitinnen gibt es erst seit 2023. Mit einem Umsatzvolumen von über 800 Millionen Euro zählt sie zu den größten Krankenhausträgern im Kölner Raum. Die Perspektiven scheinen vielversprechend.
Der gemeinnützige Stiftungskonzern SRH stoppte 2023 den Sinkflug in der Profitabilität. Das Finanzergebnis stieg von minus 1,5 auf plus 3,6 Millionen Euro. Die Aussichten sind nicht ganz so gut.
Seit fast zehn Jahren gehen die Margen von Sana zurück – die schwindende Profitabilität konnte der Konzern auch 2023 nicht stoppen. Bei der Ertragsstärke hinkt das Unternehmen der privaten Konkurrenz deutlich hinterher.
Nach einem Ertragseinbruch im Jahr 2023 erwartet Agaplesion für 2024 ein negatives Ergebnis. Trotzdem bleiben die Aussichten positiv: Der Cashflow ist stabil, der Konzern solide finanziert. Zudem dürften weitere Übernahmen anstehen.
Mit ihrem Fokus auf schwere Fälle, mit großen Häusern und starker Finanzkraft werden die BG Kliniken von der Krankenhausreform profitieren. 2023 lief plangemäß, und auch für 2024 sowie die Folgejahre werden deutliche Gewinne erwartet.
Ohne Steuergelder könnte das Klinikum Darmstadt nicht überleben. Wie bei vielen kommunalen Kliniken pumpt die Stadt als Gesellschafterin seit vielen Jahren Millionen Euro in die Einrichtung. In den kommenden Jahren dürfte sich dies kaum ändern.
Die St. Elisabeth Gruppe verzeichnet 2023 ein starkes Plus und 111 Millionen Euro Bankguthaben – dank wachsender Patientenzahlen und gestiegenem Umsatz. Trotz solider Bilanz blickt das Unternehmen skeptisch auf 2024.
Während viele Krankenhäuser kaum Geld verdienen, schöpfen viele Reha-Betreiber aus dem Vollem. Dazu gehört auch die Freiberger Holding, die zuletzt sehr profitabel wuchs und bei der das Immobiliengeschäft eine zunehmende Rolle spielt.
In kommunale Klinikbetreiber werden vielerorts massiv Steuergelder gepumpt. Andere Krankenhäuser, wie das Evangelische Klinikum Niederrhein, haben diese Möglichkeit nicht. 2023 rechnet es mit fast 23 Millionen Euro Verlust.
Die Krankenhausholding RKH trägt weder das wirtschaftliche Risiko ihrer Häuser, noch ist sie für deren Finanzierung zuständig. Stattdessen werden die Landkreise weiter kräftig zur Kasse gebeten. Größere Strukturveränderungen sind unwahrscheinlich.
Der Umsatz des UKSH stieg 2022 um 5 Prozent – dennoch verschlechterten sich die Ertragsziffern enorm. Für 2023 sind die Perspektiven ähnlich düster. Bis 2044 bestehen Verpflichtungen aus Öffentlich-Privater Partnerschaft in Höhe von 1100 Millionen Euro.
Artemed bleibt auf Wachstumskurs: Umsatz und Ergebnis stiegen 2022 um 12 bzw. 35 Prozent und weiteres Wachstum wird erwartet. Auch größenbedingt dürfte die hohe Ertragskraft weiter zunehmen.
Der Umsatz der Schön Klinik Gruppe kletterte im Jahr 2022 auf 1001 Millionen Euro. Zudem ist die bilanzielle Qualität des familiengeführten Unternehmens außergewöhnlich gut. Umsatztreiber sind Orthopädie, Neurologie und Psychosomatik.
2023 erwarten die Barmherzigen Brüder München erneut rote Zahlen und einen Verlust von sechs Millionen Euro. Entscheidend für die mittel- bis längerfristige Zukunft wird jedoch die geplante Fusion mit den beiden Kliniken Dritter Orden sein.