Mit einem verlässlichen Dienstplan punktet das Klinikum Saarbrücken bei neuen Pflegekräften. Das 600-Betten-Haus meldet zehn Prozent mehr Einstellungen. Personaldirektor Thomas Hesse erklärt, wie das erreicht wurde.
Die Reform des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes soll Deutschland für Migranten attraktiver machen. Doch was können Gründe sein, dass Fachkräfte – zum Beispiel aus der Pflege – am Ende das Land wieder verlassen?
Unterschriebene Vorverträge, großer Marketingeffekt, viele Likes in den Sozialen Medien – das ist die Bilanz einer ungewöhnlichen Werbeaktion der Uniklinik Düsseldorf. Schon jetzt steht fest: Die Fahrt in der historischen Straßenbahn wird wiederholt.
Der Deutsche Pflegerat hat das erste Expert*innenpapier zur Personalbesetzung in Notaufnahmen veröffentlicht. Es stellt klar, dass eine einheitliche Personalbedarfsermittlung nach den Vorgaben der PPR 2.0 nicht möglich sei.
Nur an vier Tagen pro Woche arbeiten, dafür in Zehn-Stunden-Schichten – so bietet es das Krankenhaus Bethanien Moers jetzt den Pflegekräften auf der Palliativstation an. Am 1. Juli startet ein Pilotprojekt.
Dienstpläne frei gestalten, den Arbeitsumfang selbst bestimmen – damit lockt das Universitätsklinikum Würzburg Pflegekräfte in sein neues Flexteam. 160 sind es schon, und der Pflegedirektor führt weiter Bewerbungsgespräche.
In einem Modellprojekt haben sich das Deutsche Rote Kreuz und die Gewerkschaft Verdi in Sachsen-Anhalt auf die Einführung der Vier-Tage-Woche verständigt. Die Einigung sei bundesweit einmalig in der Sozialwirtschaft, heißt es. Vor allem Pflegeberufe sollen attraktiver werden.
Die Pflegekammer in Baden-Württemberg soll die Interessen der Pflegekräfte vertreten. Aber viele wehren sich noch gegen die verpflichtende Mitgliedschaft. Dennoch hat der Landtag nun den Weg dafür frei gemacht.
Vier statt fünf Dienste und jedes zweite Wochenende garantiert frei – das Pilotprojekt zur Vier-Tage-Woche in der Pflege am Klinikum Bielefeld klingt vielversprechend. Die Wochenarbeitszeit verkürzt sich dabei jedoch nicht, was Pflegevertretern zu denken gibt.
Eine Frau, die sich mit gefälschten Dokumenten einen Job auf der Intensivstation eines Krankenhauses im Landkreis Augsburg erschlichen hat, muss mehr als neun Jahre ins Gefängnis. Sie wurde wegen versuchten Mordes verurteilt.
Bayern startet eine Bundesratsinitiative zur Eindämmung von Leiharbeit in der Pflege. Gesundheitsminister Holetschek fordert die Bundesregierung dazu auf, alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um für gleichwertige Arbeits- und Lohnverhältnisse zu sorgen.
Früher in Rente, 4500 Euro Einstiegsgehalt und neue Arbeitszeitmodelle – die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz hat eine „Vision Pflege 2040“ veröffentlicht. Sie beschreibt, was gegen den chronischen Pflegekräftemangel getan werden kann.
Pflegekräfte wünschen sich – nach wie vor – eine angemessene Bezahlung und digitale sowie personelle Entlastung. Zu diesen Ergebnissen kam die Studie zur Arbeitsplatzsituation in der Akut- und Langzeitpflege des BMG.
Laut Statistischem Bundesamt: Die Beschäftigungszahlen der ambulanten Pflege sind in 20 Jahren vier Mal stärker gestiegen als die Zahlen des stationären Bereichs. Gleichzeitig hat ein Viertel der Arbeitnehmer keinen Abschluss im Pflegebereich.
Weniger Zeitarbeit in der Pflege wird den Fachkräftemangel nicht lösen. Das zeigt die aktuelle Kurzstudie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW). Im Gegenteil – viele Pflegekräfte würden der Branche den Rücken kehren.