Eine weitere Klinik Bayerns meldet ein Insolvenzverfahren: Das 1867 gegründete Diakoniewerk München-Maxvorstadt will seine 87-Betten-Klinik, sein Kompetenzzentrum für Gesundheit und Pflege und alle 350 Arbeitsplätze retten.
Auch Bayerns Krankenhausgesellschaft warnt vor einem Pleitejahr 2024 für Kliniken. Und richtet Kritik ans BMG: Wenn das Geld aus dem Transformationsfonds erst 2025 fließe, sei es zu spät. Ministerin Gerlach unterstreicht den Ernst der Lage.
In Brandenburg stehen einige Krankenhäuser vor dem Kollaps: Schon 2024 zeichnet sich eine Pleitewelle ab. Bürger protestieren, doch schnelle Rettung ist nicht in Sicht. Gesundheitsminister Lauterbach steht in der Kritik.
Das insolvente St. Elisabeth Krankenhaus Lahnstein muss dringend ein Restrukturierungskonzept vorstellen. Der Fokus auf Altersmedizin könnte dabei ein erster Schritt zur finanziellen Stabilität sein. Was und wer bleibt.
Für die Belegschaft der Krankenhaus Weilheim-Schongau GmbH wird es konkret: Vor Weihnachten sollen rund 290 Mitarbeitende ihre Kündigung erhalten, davon rund 220 in Schongau und 70 in Weilheim.
Im Insolvenzverfahren der St. Mauritius Therapieklinik in Meerbusch steht ein Trägerwechsel bevor. Stimmen die Gläubiger zu, übergibt der Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf das Haus an die Alexianer.
Um Klinikinsolvenzen vorzubeugen will Niedersachsen seinen Landesbasisfallwert erhöhen. Gesundheitsminister Philippi schlägt zusätzlich die Schaffung eines Transformationsfonds vor, um die Finanzierung zu sichern.
Im laufenden Jahr haben bundesweit bisher 33 Klinikstandorte Insolvenz angemeldet. DKG-Chef Dr. Gerald Gaß rechnet im Jahr 2024 mit bis zu 80 weiteren Häusern.
Die Rotkreuzklinik Lindenberg befindet sich mitten im Insolvenzverfahren. Als Teil der Restrukturierungsmaßnahmen werden die 24 Stunden Notaufnahme und die innere Chirurgie geschlossen. Das Aus für 122 Mitarbeitende.
Entwicklungen im Insolvenzverfahren der St. Vincenz Kliniken: Nach der Zusage neuer Finanzmittel für die jetzigen Gesellschafter dürfen diese einen Finanzplan zur Sanierung aufstellen. Mitte Dezember tagt die Gläubigerversammlung dazu.
Für das im Insolvenzverfahren stehende Krankenhaus in Bützow im Landkreis Rostock zeichnet sich eine Lösung ab. Mit der Curiates-Gruppe wurde ein neuer Investor gefunden. Die Rettung der Klinik ist damit in greifbarer Nähe.
Die Kliniken Salem und St. Vincentius müssen ins Schutzschirmverfahren. Das gab die Trägergesellschaft Evangelische Stadtmission Heidelberg jetzt bekannt. Die Löhne und Gehälter der Belegschaft seien aber vorerst gesichert.
Zunehmend rechnen baden-württembergische Kliniken nach einer Umfrage damit, in diesem Jahr in die roten Zahlen zu rutschen. Die Schuld schiebt auch die Krankenhausgesellschaft ziemlich eindeutig Richtung Berlin.
Im Agaplesion Krankenhaus Holzminden ist endgültig Schluss. Nachdem 160 Mitarbeitende kündigten, ziehen auch Stadt und Landkreis ihre Finanzspritze zurück. Mit Ende des Insolvenzgeldes wird der Betrieb eingestellt.
Der Elisabeth Vinzenz Verbund schickt sein St. Elisabeth Krankenhaus Lahnstein ins Schutzschirmverfahren. Der katholische Träger will das 180-Betten-Haus mit über 300 Beschäftigten erhalten, aber passgenauer ausrichten.