Im laufenden Jahr haben bundesweit bisher 33 Klinikstandorte Insolvenz angemeldet. DKG-Chef Dr. Gerald Gaß rechnet im Jahr 2024 mit bis zu 80 weiteren Häusern.
Die Rotkreuzklinik Lindenberg befindet sich mitten im Insolvenzverfahren. Als Teil der Restrukturierungsmaßnahmen werden die 24 Stunden Notaufnahme und die innere Chirurgie geschlossen. Das Aus für 122 Mitarbeitende.
Entwicklungen im Insolvenzverfahren der St. Vincenz Kliniken: Nach der Zusage neuer Finanzmittel für die jetzigen Gesellschafter dürfen diese einen Finanzplan zur Sanierung aufstellen. Mitte Dezember tagt die Gläubigerversammlung dazu.
Für das im Insolvenzverfahren stehende Krankenhaus in Bützow im Landkreis Rostock zeichnet sich eine Lösung ab. Mit der Curiates-Gruppe wurde ein neuer Investor gefunden. Die Rettung der Klinik ist damit in greifbarer Nähe.
Die Kliniken Salem und St. Vincentius müssen ins Schutzschirmverfahren. Das gab die Trägergesellschaft Evangelische Stadtmission Heidelberg jetzt bekannt. Die Löhne und Gehälter der Belegschaft seien aber vorerst gesichert.
Zunehmend rechnen baden-württembergische Kliniken nach einer Umfrage damit, in diesem Jahr in die roten Zahlen zu rutschen. Die Schuld schiebt auch die Krankenhausgesellschaft ziemlich eindeutig Richtung Berlin.
Im Agaplesion Krankenhaus Holzminden ist endgültig Schluss. Nachdem 160 Mitarbeitende kündigten, ziehen auch Stadt und Landkreis ihre Finanzspritze zurück. Mit Ende des Insolvenzgeldes wird der Betrieb eingestellt.
Der Elisabeth Vinzenz Verbund schickt sein St. Elisabeth Krankenhaus Lahnstein ins Schutzschirmverfahren. Der katholische Träger will das 180-Betten-Haus mit über 300 Beschäftigten erhalten, aber passgenauer ausrichten.
Das Aus für ein weiteres Haus: Aufgrund geringer Auslastung und wirtschaftlicher Schwierigkeiten hat sich der Reha-Konzern Median zur Schließung seiner Klinik in Bad Colberg entschlossen. Was aus den 121 Mitarbeitenden wird.
Das Krankenhaus Hilden der Kplus Gruppe und die Klinik Langenfeld sollen unter dem Dach der GFO ein Haus mit zwei Standorten bilden. Zwar sind noch Fragen offen, doch die Träger versprühen Zuversicht – denn ihnen laufen die Beschäftigten davon.
Nach dem Krankenhaus Holzminden und den Standorten der Kplus-Gruppe müssen auch im Sanierungsprozess der St. Vincenz-Kliniken in Paderborn Stellen abgebaut werden. Wie es für die insgesamt 108 Mitarbeitenden weitergeht.
Die nächsten Schritte der Sanierung des SHG Klinikums Merzig stehen fest: Während die Geburtshilfe aus Kostengründen komplett abgebaut wird, wolle man die Psychiatrie erhalten und in einem vom Land finanzierten Neubau unterbringen.
Die Restrukturierung im Agaplesion Krankenhaus in Holzminden hat begonnen. Ende November schließt die Frauenklinik – die Intensivstation wird folgen. Die Fortführung des Geschäftsbetriebs ist weiterhin noch nicht gesichert.
Damit der Betrieb im Agaplesion Ev. Krankenhaus Holzminden weitergehen kann, investieren der Landkreis und die Stadt zwölf Millionen Euro. Das reicht aber nur vorübergehend. Zudem stehen 320 Arbeitsplätze auf der Kippe.
Wende im Sanierungsprozess der St. Vincenz-Kliniken: Nachdem den Barmherzigen Schwestern neue Finanzmittel zugesagt wurden, bewerben sie sich kurzerhand selbst um die alleinige Trägerschaft. Eine Fusion soll folgen.