Kliniken mit finanziellen Schwierigkeiten wurden in der Vergangenheit oft an private Investoren verkauft. Doch der Run hat längst nachgelassen. Sachsen-Anhalt stellt sich die Frage, wie die Krankenhauslandschaft in Zukunft aussehen wird.
Nach Sonneberg hat sich nun auch Hildburghausen für die Übernahme der Trägerschaft der Regiomed-Kliniken entschieden. Die von der Insolvenz betroffenen Krankenhäuser werden ab 2024 wieder kommunal.
Nachdem das SHG Klinikum Merzig im Sommer in ein Schutzschirmverfahren eintreten musste, soll es nun zu einer sukzessiven Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen kommen. Die Anpassungen im Leistungsangebot betreffen vor allem zwei Fachbereiche.
Mit einem Zukunftskonzept sollen die fünf insolventen DRK Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz neu aufgestellt werden. Die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen beginnt bereits im November.
Hoffnungsschimmer für das St. Josefs Krankenhaus in Hilden. Die GFO prüft, ob die medizinischen Schwerpunkte ihrer Klinik in Langenfeld mit dem Haus der Kplus Gruppe zusammengeführt werden können.
Das St. Remigius Krankenhaus in Leverkusen-Opladen gehört zur Kplus Gruppe, ist aber nicht von der Insolvenz betroffen. Offenbar steht die Übernahme durch einen neuen Träger bevor. Und auch für ein anderes Haus zeichnet sich eine Perspektive ab.
Die Krupp-Stiftung, größter Einzelaktionär von Thyssenkrupp, gibt viel Geld für den Gesundheitsbereich aus. Davon profitieren zwei Essener Krankenhäuser. Einer der Standorte muss nun Insolvenz anmelden.
Die Regiomed Kliniken stecken in Schwierigkeiten und wollen Einrichtungen abstoßen. Die Landkreise könnten als Träger einspringen – voreilige Entscheidungen zu Finanzspritzen lehnt Thüringens Gesundheitsministerium allerdings ab.
Die Ankündigung des Regiomed-Konzerns, seine Krankenhäuser in Thüringen und Bayern abstoßen zu wollen, kam unvermittelt. Ein Teil der Häuser steht im Kreis Hildburghausen. Sie sollen nun zurück in die Trägerschaft der Kommunen.
Die insolvente Kplus Gruppe wird auch ihre Krankenhäuser in Haan und Hilden schließen. Mehr als 1500 Beschäftigte seien betroffen, teilt der katholische Träger mit. Schuld sei ein Meinungswechsel im nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium.
Vom Regen in die Traufe – Der Klinikkonzern Regiomed kämpft seit Jahren ums Überleben. Nachdem 2022 erstmals wieder eine ausgeglichene Bilanz vorgewiesen werden konnte, gilt es jetzt die Insolvenz zu vermeiden. Dazu will der Verbund alle Kliniken abstoßen.
Nach dem Eintritt ins Schutzschirmverfahren ist das historische St. Vincenz-Krankenhaus jetzt auf der Suche nach Investoren. Zwischen größtmöglicher Gläubigerbefriedigung und dem Wunsch nach einer regionalen, katholischen Verbundlösung.
Der Landrat und die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden kämpfen um das insolvente DRK-Krankenhaus Biedenkopf. Ihre Forderungen haben sie in einem Brief an den hessischen Sozialminister formuliert.
Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner warnt davor, dass es für manche Klinik wirtschaftlich bald schwierig werden könnte. Ein nun in Auftrag gegebenes Gutachten zur Entwicklung der Bevölkerung soll bei der Planung im Land unterstützen.