Die Identifizierung von individuellen Risikoprofilen bei Traumapatienten wollen mehrere BG Kliniken unter die Lupe nehmen. Dazu haben sie die Pilotstudie „Helicopter” gestartet. Die gesammelten Daten werden auf einer gemeinsamen Plattform gebündelt.
Nach fünf Monaten haben sich lediglich 150 000 Menschen im zentralen Online-Register zur Organspende registriert. Die Mehrheit von ihnen ist bereit, Organe zu spenden. Nur 5,6 Prozent haben einen Widerspruch eingelegt.
Der Medizinische Dienst (MD) verzeichnete 2023 über 12 000 Gutachten zu vermuteten Behandlungsfehlern – doch die Dunkelziffer ist weitaus höher. In 25 Prozent der Fälle wurde ein Fehler bestätigt, der Patienten schadete. 75 Fälle endeten tödlich.
Ein Notarzt stellt einen Totenschein aus, doch der vermeintlich Verstorbene lebt noch. Der Mediziner sollte eine Geldstrafe zahlen, aber nun wird der Fall wohl ein längeres juristisches Nachspiel haben. Eventuell wird vor Gericht öffentlich verhandelt.
Zwei Studien des UKB zeigen, dass das Anbieten mehrerer vegetarischer Optionen bei der Verpflegung im Krankenhaus den Fleischkonsum der Patienten reduzieren kann. Die Studien sollen jetzt als Basis für Veränderungen der Speiseplänen dienen.
Von steriler Klinikatmosphäre zu lebensfrohen Räumlichkeiten: Im November weihte die Charité neue Therapieräume auf der Chemotherapie-Ambulanz ein. Das Konzept berücksichtigt die Bedürfnisse der Patienten und tut auch den Mitarbeitern gut.
Unbehandelt verursacht Mangelernährung höhere Komplikationsraten und längere Verweilzeiten. Doch nur wenige Häuser kümmern sich strukturiert und interdisziplinär um das Problem. Dabei ließe sich damit Geld sparen.
Im Zuge des ersten Verfahrens gegen einen wegen Vergewaltigung verurteilten Arzt hatten sich weitere Frauen bei der Staatsanwaltschaft gemeldet. Daraufhin gab es neuen Ermittlungen und eine weitere Anklage. Wieder geht es um sexuellen Missbrauch.
Am Heidekreis-Klinikum in Walsrode können Patienten tiefenentspannt in eine Narkose gleiten. Statt in einer Ausnahmesituation finden sie sich an ihrem Wohlfühlort wieder – dank Dr. Ulrich Blumenthal, dem Chefarzt der dortigen Anästhesie.
Die Charité und Bayer wollen am Nordhafen in Berlin-Mitte ein Translationszentrum für Gen- und Zelltherapien errichten. Geplant ist, Ansätze für Gen- und Zelltherapeutika schneller in die klinische Entwicklung zu bringen. Der Baubeginn ist für 2025 anvisiert.
Das Gesundheitsforschungsstärkungsgesetz ist durch den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern gekommen. Mit ihm können Kliniken anonymisierte Patientendaten nun untereinander austauschen, um die Forschung voranzutreiben.
Eine stationäre Reha kann Patientinnen und Patienten mit Post-Covid helfen, so die Ergebnisse einer Studie. Das betrifft jedoch nur mittelschwer Erkrankte. Außerdem sind in den Reha-Kliniken dazu einige Voraussetzungen nötig.
Ab 2029 könnte der bayerische Rettungsdienst Unterstützung durch einen neuen Senkrechtstarter erhalten. Dazu wurde jetzt ein neuartiges, elektrisch betriebenes Fluggerät vorgestellt – schneller als der Krankenwagen, viel billiger als der Rettungshubschrauber.
Die Universitätsmedizin Bochum setzt auf mehr Effizienz in der Forschung: Die neue zentrale Betriebseinheit MRS.RUB fördert den Austausch unterschiedlicher Fachbereiche und will so innovative und multidisziplinäre Forschungsprojekte möglich machen.
Systematisch ermordeten die Nazis mehr als 200 000 kranke und behinderte Menschen, Tausende auch im Allgäu. Die Bezirkskliniken Schwaben wollen nun an diese Opfer besonders erinnern.